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LUX INTERNA - God is not dead for the birds

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Artist LUX INTERNA
Title God is not dead for the birds
Homepage LUX INTERNA
Label EISLICHT-VERLAG
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LUX INTERNA haben die längere Schaffenspause, die sie nach ihrem letzten Werk „Ignis Mutat Res“ eingelegt haben, beendet und lassen mit ihrem neuen Album “God is not dead for the birds” vermutlich die Herzen aller Freunde emotionaler Folkmusik höher schlagen. Der zwischenzeitliche Wahl-Bremer Joshua Gentzke, Kopf hinter LUX INTERNA, hat es ruhig angehen lassen, um zu den richtigen Stimmungen und Inspirationen für das aktuelle Material zu finden. Ein Entscheidung, die sich ausgezahlt hat, denn die Kompositionen wirken sehr ausgereift. Obwohl natürlich immer noch eine gewisse Singer-/ Songwriter Mentalität vorzufinden ist, versteht es die inzwischen aus einer 5-köpfigen Stammbesetzung bestehende Combo, mit dem zusätzlichen Einsatz verschiedener Instrumente wie Cello, Piano oder Violine ein harmonisches Gesamtgerüst aufzubauen.

Den Anfang macht als schwermütige Einleitung das instrumentale „Lacuna“, dem später noch zwei weitere Teile als Intermezzi folgen und die gemeinsam die übrigen Tracks weitestgehend umrahmen. „Into nothing (Blackwatersong)“ markiert dann gleich zu Beginn einen der Höhepunkte des Albums und überzeugt mit schönem zweistimmigen Gesang von Joshua und seiner Ehefrau Kathryn sowie fragiler Melodieführung. „God is not dead…“ kann vor allem mit Vielschichtigkeit punkten. Während sich in „West of Eden“ Elemente des Irish Folk bemerkbar machen, ist „Your Lily White Hands“ leicht vom Country bzw. Western beeinflusst. Auf anderem Gebiet liegt die deutschsprachige Textpassage in „Blossoms“, bevor als weiteres Highlight das gelungene „Fallen“ ansteht, welches schon auf dem diesjährigen WGT seine Feuerprobe bestanden hat und bei dem Joshua stimmlich stark an Nick Cave erinnert. Auch hat man es geschafft, das abschließende, mit beinahe 13 Minuten fast monumentale und stellenweise experimentelle „Aporia Waltz/ Russian Thistle“ mit einigen Spannungsbögen zu versehen.

LUX INTERNA haben eine unverbraucht und entspannt klingende Platte aufgenommen, die fast ohne wirklich prägnante Perkussion auskommt. Der Sound ist dabei wesentlich direkter und erdiger als noch auf „Ignis Mutat Res“. Kurz: Einfach ein wunderbares, authentisches Folk-Album.

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