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LUX INTERNA - Ignis Mutat Res

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Artist LUX INTERNA
Title Ignis Mutat Res
Homepage LUX INTERNA
Label EISLICHT VERLAG
Leserbewertung
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4.5/10 (2 Bewertungen)

LUX INTERNA wurde 1998 von Joshua Levy I. Gentzke als Solo-Projekt ins Leben gerufen. Die amerikanische Band besteht außer ihm heute aus den Mitgliedern Kathryn C. Gentzke, Kevin R. Sweet und S.A. Hallinan. Wer LUX INTERNA als Neofolk-Liebhaber noch nicht kennt, sollte diese Lücke schließen. 11 abwechslungsreiche Stücke sind auf dem zweiten Album „Ignis Mutat Res“ – zu deutsch „Feuer verwandelt alles“ – zu finden. Leider liegt mir kein Booklet vor, somit kann ich keine detaillierten Angaben zu den Texten machen.

Besonders gut gefällt mir die Verbindung von weiblichem und männlichem Gesang. Somit kommt mir sogleich beim Opener „Daybreak I“ ein Vergleich mit ENGELSSTAUB in den Sinn. Lieblicher weiblicher Gesang, der von der kraftvollen und beschwingteren Männerstimme abgelöst wird. „Distance“ lädt zum Träumen ein, ganz leichter, leise dahingehauchter Frauengesang. Wunderschön und in dieser Form schon lange nicht mehr gehört! ENGELSSTAUB und KIRLIAN CAMERA in alten Tagen lassen grüßen. Beschwingte Mittelaltermusik wird in Form von Liedern wie „Europe’s green remnants“ oder „Weep not – for this world” geboten. Sehr gefällig verhalten sich hier die Wechsel von Frauen- und Männergesang, verbunden mit Melodien, in denen man sich stets wieder findet.

Eine echte Überraschung stellt das elektronische Stück „Phoenix“ dar, welches mit ruhigen Tönen und Sprechgesang das künstlerische Können und die Bandbreite dieser Band beweist. „Rosa Mundi“ ist eins dieser ruhigen, nur durch die Gitarre getragenen Stücke. Ebenfalls sehr ruhig erklingt „The hidden fields“, bei dem die Instrumente ein stückweit mehr variieren. Neben den in fast allen Tracks dominierenden Gitarrenklängen werden Bass, Mandoline, Percussions, Keyboard, Dulcimer und Chimes eingesetzt. Doch auf ein Lied war ich besonders gespannt: Die Umsetzung des Rilke-Textes „Lange musst Du leiden (the angels)“, in dem die Vorliebe der Mitglieder von LUX INTERNA für Engelsgestalten zum Ausdruck kommt. Nachdem Rilke-Gedichte durch die Trilogie des SCHÖNHERZ & FLEER Rilke-Projektes sicherlich bereits neue Anhänger gefunden haben und eins meiner Lieblingsgedichte der Feder dieses Dichters entstammt, begrüße ich auch diese Umsetzung. Ruhige Gitarrenklänge, die auf Grund des eher gesprochenen als gesungenen Textes in den Hintergrund treten. Leider sind nur die ersten Worte in deutscher Sprache. „Daybreak II“ schließt analog zum Opener die CD ab, besticht hier durch Männergesang.

Live zu erleben sind LUX INTERNA am 31.07.2004 beim „Mitternachtsberg–Fest“ im Burghof der Burg Vondern zu Oberhausen.

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