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LUXUSLÄRM - 1000 km bis zum Meer

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Artist LUXUSLÄRM
Title 1000 km bis zum Meer
Homepage LUXUSLÄRM
Label DIE OPPOSITION
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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7.4/10 (8 Bewertungen)

LUXUSLÄRM aus dem Raum Iserlohn existieren schon seit gut vier Jahren. Hervorgegangen sind sie aus der Coverband BLUE CINNAMON, mit der die Jungs um Frontfrau Jini Meyer bereits etliche Bühnen im Raum NRW enterten und so ihre inzwischen zahlreichen Live-Erfahrungen sammeln konnten. Bei einem dieser Auftritte lernte die Band dann den Produzenten und Komponisten Götz von Sydow kennen, der den Fünfer darin bestärkte, ihren eigenen Sound und Stil zu kreieren. So begann im Januar 2006 die gemeinsame Arbeit an eigenen Stücken mit deutschen Texten und einer gehörigen Portion Rock, die jetzt im Debütalbum „1000 km bis zum Meer“ mündete.

Musikalisch ist das Quintett irgendwo zwischen EVANESCENCE, DIE HAPPY und den GUANO APES zuhause; typische Songschreiber-Strukturen treffen auf brachiale NuMetal-Gitarrenriffs und auf die ausdrucksstarke Stimme von Jini Meyer, die im Besonderen für den LUXUSLÄRM-Sound verantwortlich ist. Angefangen beim treibenden „Solang es noch geht“, über den verträumten Titeltrack „1000 km bis zum Meer“, der nach einem sanften Start zu einem druckvollen Refrain findet, bis zur melancholischen Ballade „Unsterblich“ ist alles mit dabei. Letztgenannter Song erinnert ganz erheblich an EVANESCENCE, während „Hier bin ich“ stärker Richtung DIE HAPPY tendiert. Stücke wie „Du gehst jetzt besser“ und „Zeichen“ unterstreichen, dass LUXUSLÄRM nicht nur als Coverband sondern auch als Absolventen der Musikhochschule Enschede ihr Handwerk von der Pike auf gelernt haben. „Ja ja“ wechselt zwischen schnellen und langsamen Parts, während „Was ist mit mir“ und „Von Jetzt an“ zu den bittersüßen Nummern mit viel Drive zählen. Bei „Alles wird gut“ schwingt gut versteckt ein wenig ABBA mit, im Vordergrund haben jedoch nach wie vor die Langäxte das Sagen. Gutgelaunte Orgelklänge dominieren „Was sag ich jetzt?“, bevor „Abschied“ zur finalen Rockoper ansetzt.

Hier haben wir sie – die deutsche Antwort auf EVANESCENCE! Mir fehlen an der ein oder anderen Stelle zwar die Ecken und Kanten; Insgesamt ist „1000 km bis zum Meer“ doch sehr glatt und mainstreamig produziert worden, aber immerhin wurden LUXUSLÄRM mit ihrer Mucke im vergangenen Jahr beim NRW-„Rock-It“-Finale zur besten Rock/ Pop-Newcomer-Band gewählt. Vor Kurzem kam zusätzlich noch der Sieg bei „Dortmund sucht die Superband“ hinzu. Seien wir gespannt, was wir noch aus dem Sauerland zu hören bekommen.

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