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LYGO - Lygophobie

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Artist LYGO
Title Lygophobie
Homepage LYGO
Label KIDNAP MUSIC
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Jan Heidebrecht, Daniel Roesberg und Simon Meier haben das heimische Bonn verlassen und leben inzwischen in Köln. Mitgenommen haben sie ihre 2009 im jugendlichen Alter gegründete Kapelle LYGO. „Lygophobie“ ist der mittlerweile dritte Streich des Dreiers, der mit seiner letzten Tour im September 2019 verkündet hatte, für unbestimmte Zeit auf die Pausentaste zu drücken.

Nun befanden sich die Jungs seitdem nicht in „Schockstarre“ – so der Titel des mitreißenden Openers, sondern haben die Zeit sinnvoll genutzt. Drummer Daniel nutzte die Auszeit, um sich ausgiebig mit Musikproduktion zu beschäftigen und ermöglichte es LYGO so, selbst Musik im Proberaum aufzunehmen. Neue Songs und Texte entstanden schneller denn je, denn im Jahr 2020 gab es plötzlich für alle Musiker wenig anderes zu tun, als zu schreiben. Die Songs des Albums sind letztendlich alle in einem 16qm großen Proberaum entstanden und wurden auch dort aufgenommen. Temporeich und mit punkiger Rotzattitüde haut das Trio die Tracks raus. Bisweilen wagen die Jungs wie bei „Uwe, Erdgeschoss links“ auch mal ein bisschen Midtempo. Auch „Kommentarspalte“ lässt es etwas ruhiger angehen und ist mein eindeutiger Favorit! ‚In der Kommentarspalte brennt noch Licht‘ heißt es da in Bezug auf die Internetkommentare der ‚Schlafgestörten aller Länder und psychisch kranken Internetgestalten‘ zu einem YouTube-Video und in der Tat finde ich eine Menge Kommentare im Internet im besten Fall überflüssig. Mit dem knackigen „Ufer“ schenken uns LYGO ihr erstes Gitarrensolo und das finale „13 Stunden Schlaf“ wird von einem Klavier eröffnet.

„Lygophobie“ ist nicht etwa ein verunglücktes Wortspiel über die Angst vor sich selbst als Band. Es ist ein Begriff, über den LYGO zufällig stolperten: Es ist die übermäßige Angst vor der Dunkelheit. Und obwohl sich die Dunkelheit in all ihren Facetten durch das ganze Album zieht, ist „Lygophobie“ alles andere als eine pessimistische Platte. Sie beschreibt eher den Weg zurück ins Licht, wie ihn auch das Artwork des Longplayers visualisiert. Oder kurz gesagt: LGYO servieren mit „Lygophobie“ krachenden Punkrock mit feinen Facetten und klugen Texten.

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