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LYKKE LI - Wounded Rhymes (Special Edition) (2-CD)

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Artist LYKKE LI
Title Wounded Rhymes (Special Edition) (2-CD)
Homepage LYKKE LI
Label WARNER
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Eigentlich ist „Wounded Rhymes“ ja bereits im März 2011 als zweites Album der schwedischen Sängerin LYKKE LI erschienen. Dass es jetzt eine Special Edition mit Bonustiteln gibt, liegt zum Einen daran, dass der Song „I Follow Rivers“ bei den deutschen Fußballfans großen Anklang fand, die den Track bei den Übertragungen der UEFA Champions League 2011/12 zu hören bekamen und dann natürlich an der belgischen Band TRIGGERFINGER, die mit ihrer improvisierten Unplugged-Version des Liedes die Charts stürmten.

Damit fand auch das Original wieder den Weg in die Playlists der Radiostationen und „I Follow Rivers“ avancierte im knackigen Magician-Mix zu einem Sommerhit des Jahres 2012, der natürlich auf diesem Doppel-Silberling nicht fehlen darf. Neben der Ur-Fassung gibt es zudem noch einen groovig-entschleunigten Remix des amerikanischen Pappers TYLER THE CREATOR und zwei Neufassungen von „Get Some“, die in der BECK’schen Interpretation für meine Ohren ein wenig zu wirr ausgefallen ist, während die MIKE-D-Adaption sehr entspannt daher kommt. In beiden Fällen bevorzuge ich das Original, das einfach mehr Schwung hat und mir straighter ins Ohr geht. In Sachen „I Follow Rivers“ muss ich jedoch gestehen, dass ich ganz klar die „gebremste“ belgische Machart favorisiere, was eventuell auch an der sonoren Stimme des von mir sehr geschätzten TRIGGERFINGER-Fronters Ruben Block liegen könnte. Miss Li neigt stattdessen dazu, ein wenig zu „quietschen“, was sich schlimmer anhört als es tatsächlich ist. Ihr Gesang ist halt einfach ein wenig speziell, passt aber durchaus zum Sound der 26-jährigen, die beim Opener „Youth Knows No Pain“ mit energiegeladenem Getrommel startet. Insbesondere die sphärischen Klänge von „Love Out of Lust“ unterstreichen die unverwechselbare Stimme der Skandinavierin, aber auch das folkige „Unrequited Love“ weiß mit minimaler Instrumentierung und dezentem Chor LYKKE LIs Gesangsqualitäten in den Vordergrund zu rücken. Nach diesem ruhigen Intermezzo geht „Get Some“ mit knackigen Beats in die Vollen und das düster-raue „Rich Kids Blues“ offenbart psychedelische Anleihen, bevor „Sadness Is A Blessing“ bonbonsüße Schwermut zelebriert. Eine akustische Gitarre und leise Vocals genügen bei „I Know Places“, bevor „Jerome“ umso rhythmusbetonter um die Ecke kommt und „Silent My Song“ zum bedrohlich-feierlichen Finalschlag ausholt, bei dem erneut die einzigartige Stimme der Künstlerin im Mittelpunkt steht.

Über den Sinn oder Unsinn der Bonustracks kann man zweifellos streiten. Nichts desto trotz macht LYKKE LI wunderbare Musik mit viel Tiefgang und Abwechslungsreichtum. Nordische Melancholie ist auf „Wounded Rhymes“ ebenso vertreten wie unbeschwerte Lebensfreude. Da ist es schon okay, wenn die Plattenfirma noch mal die Gunst der Stunde zu nutzen versucht, um noch ein paar Einheiten des jüngsten Studio-Outputs mit einer kleinen Zugabe an den Mann bzw. die Frau zu bringen.

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