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LYSISTRATA - Breathe In/Out

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Artist LYSISTRATA
Title Breathe In/Out
Homepage LYSISTRATA
Label GRAND HOTEL VAN CLEEF
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

Im vergangenen Jahr habe ich bereits lobende Worte für das Debüt „The Thread“ der französischen Combo LYSISTRATA gefunden. Inzwischen sind die drei Franzosen Théo Guéneau (Gitarre & Gesang), Max Roy (Bass & Gesang) und Ben Amos Cooper (Drums & Gesang) beim Hamburger Kult-Label Grand Hotel van Cleef unter Vertrag und veröffentlichen ihre zweite Platte „Breathe In/Out“. Ihrem Mix aus Noise, Post-Hardcore, Math- und Post-Rock sind die Jungs aus dem Städtchen Saintes nahe dem Atlantik treu geblieben.

Der Albumtitel „Breathe In/Out“ suggeriert zunächst einmal, dass man es hier mit einem Silberling zu tun haben könnte, der beim Runterkommen hilft. So nach dem Motto: ganz ruhig ein- und ausatmen. Daraus wird allerdings bei LYSISTRATA nichts. Bereits mit ihrem Opener „Different Creatures“ lassen die Herrschaften nichts anbrennen und in diesem hochenergetischen Sinne geht es bei den Franzmännern dann auch weiter. Es schrammelt, fiept und wummert, dass es nur so eine Art hat und man sollte jederzeit mit einem Tempowechsel und zahlreichen Haken und Ösen rechnen (vgl. „Death By Embarrassment“). Auf den vergleichsweise zahmen Start von „Scissors“ lässt der Dreier alsbald eine repititve Disharmonie folgen, um dann wie im Fall von „Boot On A Thistle“ äußerst straight in bester Post-Hardcore-Manier zu brüllen und zu knüppeln. Da vermitteln „End of The Line“ und „Everyone Out“ schroffe Schönheit und „Against The Rain“ lässt noch mal mit viel Getöse und Dynamik die Langäxte von der Leine, ehe „Middle of March“ für ein erstaunlich versöhnliches Ende sorgt. Hier gibt es verfremdete Vocals zu hören, die klingen als würde man einer interstellaren Funkverbindung zuhören. Musikalisch wird das Ganze in reduzierter Weise verpackt, was bei den ADHS-Rockern von LYSISTRATA ganz klar die Ausnahme ist.

Am Ende kann sich das Trio dann doch nicht mehr zurückhalten und geht final noch mal in die Vollen. Und lässt damit seine Zuhörer ziemlich atemlos zurück. Zuviel zum Thema „Breathe In/Out“…

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