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M.A.N. - Peacenemy

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Artist M.A.N.
Title Peacenemy
Homepage M.A.N.
Label TIEFDRUCK MUSIK
Leserbewertung
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5.5/10 (2 Bewertungen)

M.A.N.? Nie gehört? Ich auch nicht, bis dann der Name des Sängers klingelte: Tony Jelencovich! Der ex-MNEMIC und TRANSPORT LEAGUE-Fronter, der derzeit ja auch das Allstar-Ding C-187 veredelt, sollte doch so einigen geläufig sein. Da die Band aus Göteborg stammt, darf man hier natürlich SOILWORK/ IN FLAMES etc.-Anleihen erwarten, mehr allerdings auch nicht von den Beiden. Denn der Sound tendiert eher in Richtung ILL NINO/ SOULFLY/ MESHUGGAH/ SYSTEM OF A DOWN mit FEAR FACTORYschen Industrial-Anleihen! Und eben FF-Burton lud die Band nach dem nur in Schweden erschienen Debüt „Obey Consume Reject“ auf deren Skandinavien-Tour ein und gibt auf dem neuen Tanzflächenburner „My Own Sickness“ den Co-Brüller!

Die restlichen Musiker hinken aber keinen Deut hinter ihrem Fronter hinterher, im Gegenteil! Alles Herren mit reichlich Erfahrung, was sich in dem äußerst schlüssigen Songwriting niederschlägt. Gitarren-Wizard Robert Gustafsson sticht dabei noch einen Tick hervor mit seiner exzentrischen Spielweise. 11-saitige Klampfe (selbstentwickelt), Harfe, Geige, Cello und obskure Sachen wie Israj, Santur, Dulcimer und Gamba bedient der Mann selbst und lässt das schön in den Gesamtsound einfließen, ohne in zu zerfrickeln! Denn meistens wird hier obermächtig gepumpt, dass die Hose schlackert! Gleich der Titeltrack zu Beginn brüllt Euch um, Mordschrei von Tony inklusive! Das muß jedem neumodernen Metalhead sofort ins Beinkleid fahren und sollte in etlichen Dissen für schwere Zuckungen auf den Flächen sorgen. „Blood Vanish“ ist wie geschaffen dafür, Champions League-Groove der SOULFLY-Liga, die erste Single „My Own Sickness“ ist dagegen gaaaanz schwer bei MESHUGGAH angelehnt! Sollte die Flächen aber ebenso zum Kochen bringen, wie das vor allem beim Gesang SOAD-lastige „Outnumbered“. „Body Sewer“ lullt Dich mit ruhigem Schräg-Beginn erstmal ein und haut Dir dann voll-FETT in die Fresse! Geiler Chorus mit melodischem Gesang, ganz großes Kino. Hier folgt ein Club-Hit dem Nächsten, hoffentlich kriegen das auch genug Leute mit mal! Für eine Aggro-Granate modernen Schlages wie „Eyes Bled,Tears Shed“ würden andere Combos töten…

OK, Kritiker werden sagen, dass der Sound auf die Dauer der 11 Songs plus Outro etwas eintönig wird. Mir doch egal! Das geht 40 Minuten voll auffe Glocke und bleibt im Ohr hängen! So gehört sich das schließlich auch in dem Genre und wer mit einem Mix der obigen Kapellen was anfangen kann, der sollte sich dieses Highlight mal schnellstens einverleiben! TIPP für alle DJs, KAUFPFLICHT für alle Banger!

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