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M.O.D. - The rebel you love to hate

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Artist M.O.D.
Title The rebel you love to hate
Homepage M.O.D.
Label Nuclear Blast
Leserbewertung
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Es ist schon eine ganze Weile her seit zuletzt ein M.O.D.-Studioalbum auf den Markt gekommen ist, deren Longplayer ja ohnehin stets eher in mehr oder weniger unregelmäßigen Abständen erschienen sind. Letztes Lebenszeichen war die 96-er „Dictated aggression“-Scheibe, positiver in Erinnerung sind mir aber die Vorgänger „Devolution“ und besonders „Rhythm of fear“.

In dieser langen Pause wurde zum einen mit Nuclear Blast, bei denen Billy Milano, der ja vor allem als Frontmann von S.O.D. zu Ruhm gekommen ist, mit eben diesen zuvor schon vertragliche Verpflichtungen eingegangen ist, auch gleich ein neues Label gefunden und zum anderen wurden sämtliche vakante Positionen, also die des Gitarristen und des Drummers, neubesetzt. Letztlich führte all dies dazu, dass „The rebel you love to hate“, so der Titel des neuesten Machwerks, laut Aussage der Band nicht als bloßes Nachfolgealbum zu werten und in Relation zu den bisherigen Veröffentlichungen zu setzen ist, sondern vielmehr als ein Neuanfang betrachtet werden soll.

Und dieser Re-Start erstrahlt sowohl in viel Licht als auch mit etwas Schatten. Zu den Highlights der Platte zählt auf jeden Fall der starke Beginn. Die ersten vier Tracks drücken einen förmlich erst einmal an die Wand. Denn so stark wie Billy sich insgesamt in einigen Stücken mit seinen beiden Kollegen präsentiert hätte ich ihn zumindest nicht zurück erwartet. Metalcore mit leichten Pro-Pain-Anleihen, gleichzeitig groovy und catchy, bei dem auch typische M.O.D.-Trademarks wie crunchige Gitarren und eine ordentliche Portion Milano Mosh nicht vernachlässigt werden. Das Ganze ergibt dann eingekleidet in eine amtliche Produktion tatsächlich eine gelungene „Method of destruction“. Dazu wird an passender Stelle wie im Opener „Wigga“ (die Antwort auf Clawfingers „Nigger“ ?) oder dem mit einem deutschen Intro beginnenden „De men of stein“ hin und wieder ein wenig funny stuff zugemischt, wie es auch von S.O.D. bekannt ist.

Dagegen wird die Attitüde von Herrn Milano und sein aus seiner Sicht teils satirischer Polithumor sicherlich einigen Leuten nicht gefallen. Auch wenn mir die Texte nicht vorliegen, ist anzunehmen, dass provokante Songtitel der Marke „Ass-Ghanistan“ oder „Rage against the mac machine“ Potential haben, um damit anzuecken. Andererseits hat er bei seinen Äußerungen aber auch in der Vergangenheit noch nie ein Blatt vor den Mund genommen und diese Gefahr dürfte ihm daher bewusst sein. Schließlich spielt er auch mit dieser Situation, wie schon der gewählte CD-Titel zeigt.

Ferner erschließt sich mir leider auch der Sinn der sich am Ende des Silberlings befindlichen Radio Edits einiger Stücke nicht, da diese im Vergleich zur Ursprungsversion gerade keine Veränderung hinsichtlich der Länge aufweisen und allenfalls – wenn überhaupt – auf lyrischer Ebene minimal abgewandelt wurden. Somit endet die Scheibe eigentlich schon nach 9 der 13 Songs mit einer Spezialversion von „Get ready“, einer sehr rockigen Nummer, und im übrigen wird die Spielzeit nur noch auf insgesamt über 50 Minuten aufgefüllt.

Bis dahin ist in musikalischer Hinsicht jedoch nichts auszusetzen.

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