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MABOROSI - No Time Wasted

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Artist MABOROSI
Title No Time Wasted
Homepage MABOROSI
Label SLOW SHARK RECORDS
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Keine Frage, wo sich die Dänen zuhause fühlen: Unverkennbar sind das die Siebziger und die großen MABOROSI-Vorbilder sind ROXY MUSIC, T.REX und DAVID BOWIE. Also mal was anderes aus skandinavischen Gefilden, diesmal gibt es keine Nothern-Rock-Gitarren, sondern schillernd-verspielte Sechssaiter, welche die zehn Stücke des Debüts „No Time Wasted“ prägen.

Den Anfang macht „Cocoon“, eine sehr ruhige Einstimmung mit Piano und Posaune in die fragile MABOROSI-Welt, bevor „Miracle“ die Seventies und T-REX auferstehen lässt. Sehr passend dazu die einfühlsame Stimme von Tobias Buch-Andersen, der von einem groovigen Backing Chor unterstützt wird. Der „Soul Shaker“ macht seinem Namen alle Ehre und präsentiert sich von einer beschwingten Seite, während der Titeltrack „No Time Wasted“ eher melancholische Züge trägt. „Monster“ zeigt sich jedoch wieder frohen Mutes und voll poetischer Leichtigkeit, dann folgt mit „Not Like The Tigers“ der Radiohit des Quartetts, der sich zehn Wochen in den dänischen Indie Charts gehalten hat. Die Nummer versprüht fast operettenhaften Charme und wirkt hier und da etwas überkandidelt. Aber das macht schließlich Glam-Pop aus, deshalb macht auch „Sleeping Alone“ in ähnlicher Weise, wenn auch mit weniger Pathos weiter. „Missing“ bringt eine Spur Disco-Funk mit ins Spiel, um an das schmachtende „Perfectly“ mit seinem zuckersüßen Streichern abzugeben. Den Auskehrer gibt „Crazy Blue“ ebenfalls mit für Gefühl und einer gewissen Portion Tragik, für die weiblicher Gastgesang mit ins Boot geholt wurde.

Ich muss gestehen, dass mir die etwas deftigere Kost aus dem hohen Norden besser gefällt. MOBOROSI plätschern nett vor sich hin, treffen aber nicht wirklich meinen Nerv. Zu viel Lala und zu wenig Rums. Dafür haben sie bei der Gestaltung ihrer Albumhülle jedoch umso mehr gepunktet. Die aufwändige Pappverpackung mit Magnetverschluss kommt als sechsteiliges und beidseitiges Leporello in schwarz-weiß daher und offenbart wohl eine Unterwasserlandschaft. Auf jeden Fall einen zweiten Blick wert!

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