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MACABRE - Murder Metal

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Artist MACABRE
Title Murder Metal
Homepage MACABRE
Label SEASON OF MIST
Veröffentlichung ..
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Seit nunmehr 18 Jahren treibt das amerikanische Trio MACABRE in immergleicher Besetzung sein morbides Spiel mit Massenmördern und menschlichen Abscheulichkeiten. Geburtsort der Makabren war Chicago, jene Stadt, die Walt Disney, die Atombombe und John Wayne Gacy gebar, allesamt gute Gründe dafür, schizophrenen Metal zu spielen. Ich hatte mich zuletzt 1993 mit Corporate Death und Co. beschäftigt, als man noch bei Nuclear Blast unter Vertrag stand und den Klassiker „Sinister Slaughter“ herausbrachte (mit der BEATLES-Cover-Imitation). Kurz danach kam ich in das Vergnügen, die Amis zusammen mit PUNGENT STENCH und BRUTAL TRUTH in den Niederlanden zu erleben, ein denkwürdiges Ereignis fürwahr.

Seitdem dümpelte man ein wenig vor sich hin, man ließ das bandeigene Label „Decomposed Records“ wieder auferstehen und meldete sich schließlich mit der MCD „Unabomber“ zurück. Das 2000er Epos „Dahmer“ wurde von den Fans nicht so begeistert aufgenommen und jetzt meldet man sich mit der programmatisch betitelten „Murder Metal“ CD zurück, welche konzeptionell an das „Sinister Slaughter“-Album anknüpft und pro Song einen Serienkiller verwurstet. Ein Glück, dass es so viele menschliche Psychopathen auf der Welt gibt, so wird der Stoff (leider?) nie ausgehen. Dieses mal beschäftigt man sich mit „Klassikern“ wie Jack the Ripper, dem „Werwolf von Bedburg“ (der mir jede Nacht begegnet…) oder den „Hillside Stranglers“. Auch wir Deutschen waren immer für einige Abnormitäten gut, so dass Fritz Harmann ein zweites mal daran glauben muss, aber dieses mal in deutsch! Der bekannte Kinderabschreckreim („Warte warte nur ein Weilchen, dann kommt Haarmann mit dem Beilchen“) bildet das textliche Grundgerüst und wird von Corporate Death fast akzentfrei vorgetragen. Ansonsten hat sich musikalisch wenig geändert. 13 relativ kurze Stücke mit hysterisch hellem Gesang (plus ein paar Grunts) auf der Basis von Grindcore, Death Metal und Kinderliedern. Dabei hat sich das Trio spieltechnisch enorm weiterentwickelt und präsentiert eine erstaunliche Bandbreite an Songideen, die zum Glück größtenteils auch nachvollziehbar bleiben. So werden auch schon mal klassische Mosh-Parts eingestreut („The Iceman“) oder es gibt netten cleanen Gesang zu hören („You`re dying…“).

Auch die gute Produktion von Neil Kernon (JUDAS PRIEST, CANNIBAL CORPSE) trägt dazu bei, dass Murder Metal den direkten Vorgänger schlägt. Verrücktheiten und Eingängigkeit halten sich auf der Scheibe die Waage und sollten somit jeden Fan extremer Metal-Spielarten ansprechen, ausgenommen der Leute, die sich schon bei den Textinhalten angewidert abwenden. Aber wie es schon Sinatra wusste: „That´s Showbiz!“.

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