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MACHINE HEAD - Bloodstone & Diamonds

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Artist MACHINE HEAD
Title Bloodstone & Diamonds
Homepage MACHINE HEAD
Label NUCLEAR BLAST
Leserbewertung
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9.0/10 (1 Bewertungen)

Spätestens nach „The Blackening“ war der Metal-Welt klar, dass MACHINE HEAD bis in die Unendlichkeit niemandem mehr etwas beweisen müssen. Mit diesem Jahrhundertwerk und den beiden Thrash-Meilensteinen „Burn My Eyes“/ „Through the Ashes of Empires“ kann dieser Band keiner mehr was anhaben. Zumal man zwischendrin weiterhin ordentliche Dampframmen wie „Unto the Locust“ oder damals „The More Things Change“ abliefert.

Doch scheinbar will die Band um den Mainman/ das letzte verbliebene Gründungsmitglied Robb Flynn einfach etwas beweisen und wenn man dies für sich selbst tut. So treten in dem „Bloodstone & Diamonds“-Opener z.B. einige Male Streicher in den Fokus, was meiner Meinung nach so nötig ist wie Cindy aus Mahrzahn auf nem Playboy-Cover! Ganz ehrlich, „Now we die“ ist an sich ein klasse MACHINE HEAD-Stampfer, der jeden Fan in Euphorie ausbrechen lässt und dann wird der mit Gefidel-Passagen auf 7 Minuten aufgebläht. Wie es besser geht, zeigt der schon aus den letzten Live-Shows bekannte Track „Killers & Kings“ und das mit verspielten Soli gespickte „Ghosts will haunt my Bones“- Vertrackte Rhythmen, packende Riffs und ein Mitshout-Refrain, danke passt! Mit „Night of the Long Knives“ wird es dann düster, energisch und richtig schön auf die 12, inkl. kurzer Blast-Attacken und einem packenden Refrain. Fett! Das rotzig-punkige und mit besonders rauen Flynn-Vocals versehende „Game Over“ weiß mit seiner Direktheit zu überzeugen. Wie schon oft zuvor bewiesen, können MACHINE HEAD aber auf tiefsinnig und düster. So auch dieses Mal mit „Sail into the Black“, einem mit einem lange Intro ausgestatteten Epos, welches sich im Verlauf mit wuchtigen, schleppenden Riffs, mitreißenden Vocals (energisch wie clean) und purer Dramatik in Szene setzt. Stark wiedermal! Allerdings finden sich noch einige Makel auf „Bloodstone & Diamonds“: „Beneath the Silt“ käme mit Anselmo-Vocals auf einem DOWN-Album sicherlich besser, „In comes the Flood“ hätte als scheinbares Überbleibsel aus den Aufnahmen von „Unto the Locust“ gerne in die Tonne wandern können, das spirituell angehauchte „Damage inside“ skippt man eh sofort und das abschließende „Take me trough the Fire“ ist mit dem kleinen Rap-Comeback als „The Burning Red“-Tribut zwar ganz nett, aber erscheint so ein wenig wie Füllmaterial und markiert damit ausnahmsweise mal einen Abschluss-Track eines MH-Album, der nicht durch die Decke ballert!

Das ganze ist natürlich Jammern auf hohem Niveau, denn mit „Bloodstone & Diamonds“ ist MACHINE HEAD vielleicht nicht der ganz große Kracher gelungen, dennoch rangiert das Teil in seiner Qualität auf hohem Bay Area-Niveau und ist damit auf jeden Fall das Geld der Fans wert!

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