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MADDER MORTEM - Desiderata

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Artist MADDER MORTEM
Title Desiderata
Homepage MADDER MORTEM
Label PEACEVILLE
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Die Norweger MADDER MORTEM sind mit ihrem vierten Album nun bei Peaceville gelandet, einem Label, das ja für etliche schräge Sounds bekannt ist. Da reiht sich diese Scheibe nahtlos ein. Bereits 2004 aufgenommen musste die Band aufgrund von Labelproblemen warten, bis die Briten zuschlugen.

Der straighte Opener „My Name is Silence“ zeigt gleich die etwas harschere Marschrichtung der neuen Scheibe auf. Bratende Klampfen und die powerfulle Stimme von Vokalistin Agnete beherrschen diesen Track, der allerdings auch schon mit allerlei obskuren Sounds und Breaks versehen ist. Ein Umstand, der auch auf dem Rest von „Desiderata“ beibehalten wird. Das ruhigere „Evasions“ kommt mit sphärischen Sounds um die Ecke, und Agneta jubiliert sich in extremste Höhen bei den kurzen instrumentalen Ausbrüchen. Sehr anstrengend das. Überhaupt ist doch der Gesang sehr, ähm, gewöhnungsbedürftig. Ebenso wie das schräge Songwriting. So wechseln sich bei „Plague on this Land“ vertrackte Songstrukturen mit straighten Metalparts ab, über die dann noch z.T. Opernhafter Gesang gelegt ist. Echt wirr und nix für Freunde von 234-Hauruck-Mucke. Das FEAR FACTORY-mäßig tief pumpende „M for Malice“ wird auch gleich mal mit einem fast schon orientalisch anmutenden Part gebreakt. Strange, aber nicht verkehrt. Da braucht der Hörer nur mit Sicherheit seine Zeit, bis er in diese Songfragmente eintauchen kann. Gar technoide FEAR FACTORY-Loops kann man bei dem cool swingenden „Hypnos“ ausmachen, darüber allerdings Agnetas schwebender Gesang.

Auch hier fällt mir auf Anhieb keine Band ein, die vergleichbar klingt! Von daher gibt es auch keine bestimmte Zielgruppe, an die dieses völlig eigene Werk gerichtet sein könnte. Wer mal keine Mucke von der Stange hören will, der sollte hier ein Ohr reinhalten.

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