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MADSEN - Wo es beginnt

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Artist MADSEN
Title Wo es beginnt
Homepage MADSEN
Label SONY
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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4.2/10 (26 Bewertungen)

Das 5te Album und ein Neuanfang. Von Universal zu Sony. Und was für ein Promotext. Kann ich den Schreiber bekommen? Der bringt alles an den Mann. Auch computergeneriertes Fallobst. Eine Metapher für den musikalischen Sündenfall? Nun so dramatisch sind die Veränderungen im MADSEN-Lager nun auch nicht, wenngleich man betont, wieder Rock zu sein. Ganz pur, ohne QUEEN-Pathos und live im Wendland. Selbst-produziert ohne Schnörkel, nun ja, zumindest aufs Wesentliche reduziert. Ich fand die Vorgänger allesamt nicht schlecht, doch irgendwas scheint den Brüdern plus Bass-Anhang wohl gefehlt zu haben.

MADSEN sind von jeher eine Band, die polarisiert. Der überwiegend geschriene, fast atonale Gesang immer ein wenig neben der Spur, immer etwas sperrig. Dazu diese Parolendrescherei – jeder Refrain ein kleines Manifest, kleinste Gefühlsregungen überdimensional aufgeblasen. Das nennt die Konkurrenz bisweilen pubertär, und aus diesem Alter sind die Herren mittlerweile raus. „Baut wieder auf“ zum Beispiel als Anti-Anti Song der NEUBAUTEN, ist das cool? Oder zu positiv? So ist nämlich der Grundtenor der Scheibe, „Es wird schon wieder gut“ befindet der letzte Track, „Die Welt liegt vor dir“ ein anderer. Jeder Weg eine Chance? Eine Platte wie ein ewig gutgelaunter Freund, prinzipiell nicht ganz meine Baustelle. Musikalisch aber überwiegend alles im grünen Bereich. „Generation im Arsch“ rotzig rausgebrüllt wie einst „Die Perfektion“. Die Single „Lass die Musik an“ garniert mit ein paar 80ies Synthies, sonst gefällig ohne zu glänzen. Besser: Das flotte „Lass es raus“ mit viel Groove in den Strophen und drückenden Riffs. Besinnliche Momente sind selten und der Live Keyboarderin Lisa zu verdanken, die als Frau „Who“ der Ballade „So cool bist du nicht“ (MADSEN anyone?) ihre Stimme leiht. Und natürlich muss eine Rezension, die was auf sich hält, Walter Schreifels (u.a. GORILLA BISCUITS) erwähnen, der für ein wenig internationales Flair sorgt.

„Wo es beginnt“ ist weder die Re-Definition deutscher Rock Musik noch ein selbstverliebtes Coming Out 4er Eigenbrötler. Dafür klingt es rotzig, ehrlich und auf charmante Art und Weise unreif. Wer die große Geste mag, auf Konzerten gerne die Faust hebt, der wird gerne in den Nietenbezogenen Apfel beißen…

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