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MAEL MORDHA - Manannán

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Artist MAEL MORDHA
Title Manannán
Homepage MAEL MORDHA
Label GRAU
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Nicht erst seit RIVERDANCE ist Irland für seine Folklore bekannt, doch „Celtic Doom Metal“, wie MAEL MORDHA ihre Musik selbst bezeichnen, ist selbst für den Genre-reichen Metalbereich ungewöhnlich. Während sämtliche Folk/ Pagan-Bands meist die gute Laune zelebrieren und höchstens mal entfernt düster klingen, schaffen die Iren die Gratwanderung, Folklore mit Doom zu verbinden, mit Leichtigkeit, wobei die Mischung ja nicht gänzlich neu ist, wenn man sich mal die Landsmänner von PRIMORDIAL anschaut.

„Manannán“ ist sicher keine leichte Kost à la FLOGGING MOLLY oder KORPIKLAANI, sondern eine Mischung aus alten irischen Klageliedern (Laments) und typischen Pagan Metal- Stücken, die mehr als einmal an Kriegsgesänge erinnern, was auch nicht verwunderlich ist, da der Bandname von einem alten irischen König abgeleitet ist, zu dessen Zeit ein blutiger Aufstand stattfand. Genug mystisches Material also, um ihre teils schwermütigen Erzählungen musikalisch auszufüllen, mal mit schleppenden Riffs ganz nach Doom- Art, mal up-Tempo wie auf dem Opener „Through The Lungs of the Dead“. Authentisch wird das durch Hörner und Flöten unterlegt sowie durch Sänger Roibéard Ó Bogails sprechgesangsartige Darbietungsweise, die das Gefühl vermittelt, als würde er gerade Sagen erzählen. Das macht das Album manchmal aber eben etwas schwer für die Lauscher, wegen fehlender Ohrwurm-Tauglichkeit. Auf der anderen Seite sorgt die Vertracktheit dafür, dass man auch beim gefühlten 35. Durchlauf immer noch etwas zu entdecken hat, seien es urtümliche Flötenmelodien oder sehnsüchtige Gesänge, hier steckt Irland pur drin.

Ein ordentliches Pagan-Album, das, wenn man sich drauf einlässt, mit jedem Durchlauf wächst.

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