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MAGNACULT - Synoré

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Artist MAGNACULT
Title Synoré
Homepage MAGNACULT
Label RUSTY CAGE RECORDS
Leserbewertung
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7.4/10 (8 Bewertungen)

„Zitiere das, was du selbst nicht besser sagen und knapper auf den Punkt bringen könntest, wörtlich“ – das sagte mir vor kurzem erst ein Professor an der Uni und genauso halte ich es mit einer Kurzbeschreibung des Sounds und zitiere den Promoflyer von MAGNACULT „Put it on, take shelter and hope you’ll survive“. In Anbetracht dieser Dampfwalze von Debüt sicherlich nicht der schlechteste Rat! Also, CD in den Player und Deckung suchen vor dieser Attacke aus den Niederlanden.

„Synoré“ bedeutet „pure Aggression“ und getreu dem Motto „Nomen est Omen“ zieht sich diese Aggression wie ein roter Faden durch das gesamte Album. Brachial, laut, schnell, aggressiv! 9 Songs, an denen jeder Fan der extremeren Gangart seine Freude haben wird. Monster-Grooves, die es einem recht schwer machen stillzusitzen. Und bei aller Brutalität scheut man sich nicht auch mal etwas komplexer zu Werke zu gehen und neben allem Geschrei und Gegrunze sind durchaus cleane, fast schon ruhige Passagen auszumachen („Kris“). Bei MAGNACULT werden Einflüsse von Modern (Thrash) und Death Metal zu einer erfrischenden Mischung verarbeitet. Um einen Song herauszugreifen, eignet sich vielleicht gerade der Titelsong. Ein „fieses“ Stück Musik, welches schleichend und drohend mit leisen Gitarren, Schlagzeug und einem beinahe flüsternden Sänger beginnt, und aus heiterem Himmel wird einem fieser Gesang mitten ins Gesicht gebrüllt. Wuah! Man stolpert hier und da über Parts, die an FEAR FACTORY, MESHUGGAH, DISBELIEF (was den Gesang angeht) und ähnliche Bands angeht.

Die Scheibe ist mit knapp 35 Minuten Spielzeit leider recht knapp geraten, was aber aufgrund kleinerer Hänger zwischendurch jetzt nicht völlig negativ anzukreiden ist. Nach den ersten Songs lassen die Jungs nämlich leicht nach in Punkto Abwechslung. Allerdings wird das mit den letzten Titeln wieder wettgemacht, wodurch die Platte dann doch noch zu einer runden Sache wird. Die Truppe beweist jedenfalls, dass genügend Perspektive für weitere Hassbolzen á la „Synoré“ vorhanden ist, welches nur noch darauf wartet, völlig ausgeschöpft zu werden, denn das letzte Tüpfelchen auf dem I fehlt meiner Meinung nach noch. Wenn sie beim nächsten Album also noch einen Schwung mehr Abwechslung reinbringen, kann eigentlich nichts mehr schief gehen. Abgerundet wird das Ganze durch eine fette, druckvolle Produktion – welche bei einem Produzenten wie Jochen Jacobs, der auch bei TEXTURES mitmischt, nicht sehr verwundert.

Zusammengefasst also ein ordentliches Debüt mit Arschtritt-Faktor, welches noch eines gewissen Feinschliffs bedarf, das Potential ist da!

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