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MAIIJA - I Am

Artist MAIIJA
Title I Am
Homepage MAIIJA
Label NOISE APPEAL RECORDS
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Hinter MAIIJA steckt die Sängerin Marilies Jagsch, die einst von der Presse als ‚Österreichs interessanteste Stimme im Indie-Sektor‘ bezeichnet wurde. Jetzt bringt die 39-jährige mit ihrem neuen Projekt MAIIJA ihr Debüt „I Am“ heraus. Es enthält elf Songs, deren Titel alle mit „I Am“ beginnen und ganz unterschiedliche Geschichten erzählen. Das Ich, das sich hier vorstellt, ist austauschbar, es schlüpft in unterschiedliche Rollen, je nach Perspektive bekommt es eine andere Bedeutung. Stilistisch kann man die Lieder wohl am ehesten dem Independent zuordnen.

Mit dem Opener „I Am Forever“ startet die studierte Theaterwissenschaftlerin mit einer reduzierten Instrumentierung, der Fokus liegt klar auf ihrem warmen Gesang. Dank „I Am a Nightmare“ wird der Sound tanzbar und eingängig, während „I Am Consumed“ sich zunächst auf fast schon monotone Elektronik beschränkt, die nach und nach jedoch an Klangfülle und Intensität gewinnt. „I Am an Echo“ übernimmt mit verträumten Melodien, wohingegen „I am Love“ Streicher und ein Tasteninstrument in den Mittelpunkt rückt, was dem Ganzen eine gewisse Dramatik verleiht. „I Am Legion“ und I Am Misguided“ verströmen eine sehr intime Atmosphäre. „I Am a Volcano“ wirkt wie eine wärmende Decke an einem kühlen Sommerabend und „I Am a Witness“ entwickelt eine feine Dynamik, die sich auch im nachfolgenden „I Am Not Ready To Let Go“ wiederfindet. Mit „I Am Letting Go“ schließt das Album mit eindringlichen Heartbeat-Sounds und einer Stimme, die einem über die insgesamt knapp 40 Minuten auf eine entrückte Weise nahegekommen ist.

Auf „I Am“ stehen ganz klar die Vocals von Marilies Jagsch aka MAIIJA im Zentrum. Die Arrangements der einzelnen Lieder sind passgenau auf ihre Stimme zugeschnitten und für die Aufnahmen konnte die Künstlerin zudem einige der spannendsten Musiker:innen der Wiener Szene gewinnen. Neben dem Produzenten Paul Aufreiter waren etwa Lukas Lauermann (Cello), Emily Stewart (Violine & Viola), Gernot Scheithauer (Drums), Konstantin Jagsch (Kontrabass) und die beiden Gitarristen Markus Reiter und Manuel Riegler mit von der Partie. Gemeinsam haben die Damen und Herren ein spannendes und eindringliches Werk voller Tiefgang und Nachdruck geschaffen.

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