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MALEFICE - Awaken the tides

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Artist MALEFICE
Title Awaken the tides
Homepage MALEFICE
Label METAL BLADE
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Diese Engländer mörteln mit ihrem dritten Werk ein heißes modern-Eisen zusammen. Gleich der Titeltrack bollert wie alte THE HAUNTED los, das noch schnellere „Delirium“ lässt aber noch klarer die moderne Metalcore-Schiene durchschimmern. Was ein Monstermoshpart mit Gurgelgrowl im Mittelteil! Die Jungs nehmen bei ihrem Highspeedgekloppe immer wieder den Speed raus und grooven fett wie Bolle voran, Beatdowns dürfen nicht fehlen. Der variable Gesang, von heiseren Shouts über Gekreische bis zu derbstem Gegrowle überzeugt genauso wie die jederzeit präsenten Melodien und der bretzelnde Sound, der on Top ist.

Dezente HATEBREED-Anleihen kann man nicht verleugnen („Minutes“), die dramatischen Keyboards verfeinern den Sound zusätzlich, ohne auf den Senkel zu gehen. So hat man auch mal etwas epischere Tracks am Start („Baying for Blood“), was für reichhaltige Abwechslung sorgt. Hier wird nicht einfach nur stumpf gebolzt, wie man schon an der recht langen Spielzeit von 52 Minuten (bei 10 Songs) sehen kann – recht ungewöhnlich in dem Genre. Das tönt dann bisweilen wie ein Mix aus THE HAUNTED/ LAMB OF GOD und MACHINE HEAD! Da dürfen auch gerne mal akustisch-atmosphärische Passagen bei sein, wie in dem balladesken „The Day the Sky Fell“, der im tollen Refrain schon BULLET FOR MY VALENTINE-Hooks aufweist. Danach gibt´s aber gleich mit dem Death Metallischen Brecher „Outnumbered, Outgunned“ einen vor die eingelullte Rübe, das pumpt wie Hölle! Mit dem 10-minütigen (OK, incl.ein bischen Leerlauf) Bombast-Monolithen „The Haunting“ schiesst man allerdings nochmal richtig den Vogel ab und zeigt, dass „Metalcore“ irgendwie doch nicht so ganz in der Sackgasse steckt.

Man versucht nicht nur, Genregrenzen einzubrechen und einen ganz eigenen Sound zu formen, MALEFICE schaffen das sogar! Stumpfen Haudrauf-Strategen wird das hier zu anspruchsvoll sein, wer aber ein wenig über den Tellerrand gucken kann, der wird mit einem grandiosen Werk belohnt, das all die verschiedenen Einflüsse und Referenzen zu einem flüssigen Hammeralbum verbindet. Freunde des modernen Metals MÜSSEN hier eintauchen!

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