Band Filter

MALLORY KNOX - Wired

VN:F [1.9.22_1171]
Artist MALLORY KNOX
Title Wired
Homepage MALLORY KNOX
Label SONY
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
5.0/10 (1 Bewertungen)

Seit 2009 wird in Cambridge/UK nicht nur studiert, sondern auch unter der Firmierung MALLORY KNOX knackiger Alternative-Rock-/Post-Hardcore gemacht. Wie die gleichnamige Figur aus dem Film „Natural Born Killers“ ist der Fünfer auf Krawall aus und verspricht, es auch beim dritten Album „Wired“ ordentlich krachen zu lassen.

Das eröffnende „Giving It Up“ hat es bereits Ende 2016 als hymnische Vorab-Single auf die Ohren gegeben und bei dieser Gelegenheit haben die Jungs um Sänger Mikey Chapman auch schon unter Beweis gestellt, dass sie eine gehörige Portion Temperament mitbringen. Das nachfolgende „California“ ist derweil eher in Pop-Punk-Gefilden unterwegs, bevor der Titeltrack „Wired“ mit eingängigen Rock-Melodien auf Stadion-Tuchfühlung geht. Und siehe da: sogar was fürs Herz und Radio haben die Briten im Gepäck. „For You“ heißt die Nummer, die nett anzuhören ist, es aber leider ein wenig an Substanz vermissen lässt. „Midnight“ eignet sich zweifellos auch für ausgeprägten Radio-Airplay, bringt gleichzeitig aber wieder mehr Schmiss ins Geschehen und übergibt schließlich an das wirklich gelungene, druckvolle „Better Off Without You“, das ebenfalls bereits ausgekoppelt wurde und mehr Eigenständigkeit und Variation bietet als die beiden vorgenannten Stücke. Das hätte ich mir auch von „Falling In Love“ gewünscht, doch leider empfängt mich hier nur ein guter Ansatz, der aber nicht in der nötigen Stringenz weiter verfolgt wurde. Die dritte Single „Lucky“ weiß mit großem Besteck dann aber wieder uneingeschränkt zu begeistern – was mit leichten Abstrichen auch für „Saviour“ gilt. Am besten sind MALLORY KNOX eindeutig, wenn sie Gas geben und die Verstärker auf Anschlag drehen. Deshalb kann ich mich für die Schmuse-Power-Ballade „Come Back Around“ auch nicht so wirklich erwärmen; wird aber in der großen Runde sicher für diverse leuchtende Handy-Displays sorgen. Bleibt noch „Mother“, mit dem das Quintett für einen opulenten Pop-Punk-Abschluss sorgt.

Ich fürchte, MALLORY KNOX (oder die Plattenfirma) haben beim Songwriting zu sehr darüber nachgedacht, womit sie die Massen begeistern können. Das ist hier und da eindeutig zu Lasten der Qualität gegangen. So serviert „Wired“ zweifellos gut gemachten Alternative Rock, jedoch fehlt es mir bei den Liedern auf Albumlänge betrachtet am Wiedererkennungswert der Band.

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

Mehr zu MALLORY KNOX