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MALMONDE - s/t

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Artist MALMONDE
Title s/t
Homepage MALMONDE
Label OSMOSE PRODUCTIONS
Leserbewertung
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MALMONDE dürfte übersetzt so etwas ähnliches wie “Böse Welt” bedeuten, wenn mich meine bescheidenen Französisch-Kenntnisse nicht trügen. Aber so schlecht war die Welt zu den Franzosen gar nicht, denn immerhin konnte man bei Osmose einen Plattenvertrag über 2 Alben ergattern. 1999 startete man als Gothic Metal Band durch, integrierte aber schon bald elektronische Elemente, für die Stephane Ballerand verantwortlich ist. Nach einem ersten erfolgreichen Demo im Jahre 2001 entschied man sich, auf eigene Rechnung ein Album aufzunehmen, um im Vertragspoker mit den Labels gute Karten zu haben, die Gleichung ging auf.

Mittlerweile hat man den eigenen Sound „Cyber Metal“ getauft, was einigen Interpretationsspielraum erlaubt. Ich hatte mir eine Mischung aus …AND OCEANS und THEE MALDOROR KOLLECTIVE vorgestellt, damit liege ich aber nur ansatzweise richtig. Tatsache ist, dass wir es hier mit einem sehr vielschichtigen Sound zu tun haben, was die innovative Kraft der Band unterstreicht. Sänger Ludovic deckt die gesamte Palette von „gutturalen Lauten“ bis zu cleanem hellen Gesang ab, Burton C. Bell der verblichenen FEAR FACTORY nicht unähnlich. Dazu wird moderner, riffbetonter Metal gespielt, oftmals mit treibenden, maschinell wirkenden Double Bass. Die Klampfen sind dabei allerdings nicht übermäßig heruntergestimmt, sie klingen eher nach Thrash bzw. Nu Metal. Track 2, „World of Silence“ könnte dabei gut als Hybrid aus MACHINE HEAD und den schon erwähnten FEAR FEACTORY durchgehen (ein Remix von diesem stärksten Song befindet sich auch noch auf der Scheibe). Elektronische Elemente finden sich zuhauf, allerdings immer nur als Beigabe zum metallischen Grundgerüst: Hier mal eine Keyboard-Fläche, da mal etwas Trip Hop oder eine Techno-Spielerei. Dann und wann kommen mir auch PRONG mit ihrem Industrial Rock Mitte der 90er in den Sinn.

Wie der geneigte Leser hoffentlich erkannt hat, ein schwer zu beschreibendes aber auf keinen Fall schwer zu hörendes Album, das, wenn es aus Amiland käme, sicher noch größere Durchbruchschancen hätte. Aber auch so liefern die 5 Franzmänner ein erstaunlich reifes Debüt ab, welches sich alle Fans von hartem und modernem Metal einverleiben sollten!

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