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MANDRAKE - Innocence Weakness

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Artist MANDRAKE
Title Innocence Weakness
Homepage MANDRAKE
Label GRAU
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

Das Meer scheint es MANDRAKE angetan zu haben. Nachdem der Vorgänger bereits die Geschichte um die Mary Celeste thematisierte, einen Zweimaster, der 1872 ohne Besatzung im Atlantik treibend aufgefunden wurde, geht es auf „Innocence Weakness“ um das Aufbrechen zu neuen Ufern oder Gefahren, die von der See ausgehen. Trotz thematischer Parallelen gibt es aber auf dem neuen Werk einiges neues zu entdecken.

Was direkt auffällt ist, dass „Innocence Weakness“ deutlich ruhiger ausgefallen ist als der Vorgänger, wenngleich das Stilelement „männliches Gegrowle“ wieder häufiger eingesetzt wird. Umso erstaunlicher, wie ein Album gleichzeitig eine so verträumte Atmosphäre aufbauen kann, was besonders „A secret to reveal“ unter Beweis stellt. Auch sonst erstaunt „Innocence Weakness“ an vielen Stellen: Bei „A serenade to the Sea“ und „Coma“ gibt es doomige Gitarren, „Autumn Infinity“ prescht dagegen sogar in schnellere Gefilde vor und bei „Existence“ scheint man sich fast in der Schwindelerregenden Melodieführung zu verlieren.

MANDRAKE bezeichnen ihre Musik selber als Gothic Metal, ein Korsett, das dieser Band aber mittlerweile längst zu eng geworden ist. Auch wenn der Begriff aufgrund der melancholischen Atmosphäre durchaus berechtigt ist, ist dieses Album mehr als das, was man sonst unter diesem Etikett zu verstehen vermag. Zu vielseitig und zu überraschend geht es auf „Innocence Weakness“ zu und die Band stellt erneut unter Beweis, dass bittersüße Musik weder peinlich noch pathetisch sein muss, was den Ausnahmestatus dieser Scheibe unterstreicht.

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