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MANES - [View]

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Artist MANES
Title [View]
Homepage MANES
Label CODE666/ AURAL MUSIC
Veröffentlichung ..
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Die “abgedrehten” Norweger MANES sind wieder da und präsentieren uns einen späten Nachklapp zur „Vilosophe“-Scheibe aus dem Jahre 2003. Wie mein werter Kollege „pk“ schon richtig reüssierte, verabschiedete sich die experimentierfreudige Bande damit vom Black Metal Ursprung und wandte sich recht avantgardistisch anmutenden Tönen zu. „Alte Fans“ werden somit schon mit dieser Formation abgeschlossen haben, und falls es doch noch ein Metaller wagen sollte, wird ihm vorliegende Digipack EP den Rest geben… In gewissem Sinne handelt es sich hier um einen Abschied, denn wie auf der Band-HP zu lesen steht, soll [View] das letzte Release für Code666 sein, das Label passte bei allem guten Willen auch nicht mehr zu MANES’ Sound. Widmen wir uns nun den 7 Stücken mit einer Laufzeit von gut 33 Minuten.

Da wären als erstes 2 neue Eigenkompositionen zu nennen: „The Neoflagellata Revision“ sowie „Knife & Kleenix“ sind nicht nur eigenwillige Titel, auch die zugrundeliegende Musik ist ein Bastard aus allen möglichen Stilrichtungen. Trip Hop, 80er Pop, ein wenig Electro, auch verzerrte Gitarren. Das alles von clean-gefühlvollem Gesang veredelt, der relativ hoch ertönt. KATATONIA meets ULVER meets 80er Wave? Das muss man wohl selbst konsumieren, um sich darunter etwas vorzustellen. Es lohnt sich, denn ein roter Faden ist jederzeit vorhanden. Doch zurück zur vorliegenden Scheibe, da hätten wir z.B. noch 2 Coverversionen, die beide geschmackvoll ausgewählt wurden. Der Opener „Cinder Alley“ stammt von den schwülen Folk-Rockern 16 HORSEPOWER (hier mit mehr Elektronik aufgepeppt), „Title“ ist MANES’ Version des DURAN DURAN-Klassikers „A View to a kill“, seinerzeit ja ein Bond-Song. Hier überzeugt besonders die schön akzentuierte Lead-Gitarre. Schließlich befinden sich noch 3 Remixe des „Vilosophe“-Tracks „Terminus a quo/ Terminus ad quem“ auf dem Silberling, der eine (leicht verdauliche) vom Trondheimer DJ Don Tomaso, die 2 anderen vom Amerikaner Cordell Klier. Der gute Herr ist Labeleigner, Remixer und Soundtüftler von hohen Gnaden, und besitzt im Industrial/ Noise-Bereich einen sehr guten Namen. Übrigens startete er mal in einer Metal Band. Hier dekonstruiert er das Original zu 2 noisigen Happen, wobei man besonders bei der abschließenden Version auf seine Boxen aufpassen sollte.

Irgendwo wirkt diese EP ein wenig zusammengefrickelt, wahrscheinlich um noch eine letzte vertraglich zugesicherte VÖ bei Code666 in der Hand zu haben. Das ist aber gar nicht mal negativ zu sehen, denn das passt beizeiten perfekt zur ebenfalls sehr variantenreichen Musik des Sextetts. Abwechslungsreicher könnte ein musikalischer Output jedenfalls kaum sein, allerdings bedarf es schon eines sehr „offenen“ Gehörs, hier durchgängig Spaß zu finden. Wagemutige Avantgarde-Fans werden begeistert sein!

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