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MANILLA ROAD - The Blessed Curse/ After The Muse (2-CD)

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Artist MANILLA ROAD
Title The Blessed Curse/ After The Muse (2-CD)
Homepage MANILLA ROAD
Label GOLDEN CORE RECORDS
Leserbewertung
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9.0/10 (1 Bewertungen)

Die bereits 1977(!) gegründeten MANILLA ROAD gelten ja gemeinhin als die Erfinder des Epic Metal, sind aber nie über ihren Kultstatus hinausgekommen. Was natürlich auch an ihrem ganz eigenen kauzigen Sound liegt.

Mittlerweile ist das Intresse an der Band aber größer denn je (was sicherlich ganz schwer mit der Retro-Welle zu tun hat), was Bandkopf Mark Sheton aber auch gegönnt sei. Wer fast 40 Jahre die metallische Fahne hochhält, ohne sich zu verbiegen, der darf auch gerne mal ein paar Lorbeeren ernten. Neben etlichen Re-Releases älterer Scheiben liegt nun also auch das 17.(!) Album vor und das gleich als Doppel-CD. Auf der ersten Scheibe „The Blessed Curse“ findet sich die metallische und epische Seite der Combo. Der Titeltrack oder „Truth in the Ash“ sind oldschooliger Heavy Metal in Reinkultur, das über achtminütige „Tomes of Clay“ zeigt den Epikfaktor eindrucksvoll auf. Orientalisch angehauchtes zu Beginn und fast schon beschwörend im weiteren mit leichtem HAWKWIND-Touch. Diesen ruhigen Sounds stehen knarzige Metaltracks gegenüber, die einfach nach vorne preschen, als wär´s noch 1982! „The Dead still Speak“, „Kings of Invention“ oder die harten „Reign of Dreams“ und „Sword of Hate“ seien hier stellvertretend genannt. Auf der anderen Seite stehen eben aber halt auch die getrageneren Tracks wie „Luxifera´s Night“ oder das abschliessende „The Muses Kiss“. Starke Vorstellung der Kultcombo, die nicht nur für ihre altgedienten Fans, sondern auch für jüngere echt-Kuttenträger kauzig-geilen Heavy Metal am Start hat.

Mit CD 2 „After the Muse“ bietet man dann noch Futter für die Fans der akustischen Seite der Band, also viermal ruhigen Stoff. „After the Muse“, das sehr lange „Life goes On“, „In Search of the Lost Chord“ und „Reach“(alle so 2008-2009 komponiert und teils aufgenommen) kann man sich fein abends am Kamin reinziehn. Richtig kultig für Fans der ersten Stunde wird´s dann mit den beiden Versionen des lange Jahre verschollen geglaubten Langtracks „All Hallows Eve“, den Mark Shelton Anfang der 80er komponiert hat, der es aber nie auf ein Album geschafft hat. Durch Zufall enteckte er ein altes Tape mit einem 2-Spur-Rehearsal des Tracks von 1981, das allerdings nach 10:42 endete, obwohl der Song eigentlich noch nicht zu Ende war, sprich nicht komplett auf Band war! Diese Originalversion ist hier enthalten, man entschloss sich allerdings, diesem Epic-Longtrack endlich zu Albumehren zu verhelfen, komponierte das Ende fertig und nahm den Song 2014 auf, satte 33 oder 34 Jahre nach der Erstkonzipierung! Geschichten gibt´s… nun hat der Schmöker satte 15 Minuten Länge und als nettes Bonbon für alle Altfans holte man Ur-Drummer Rick Fisher für die neue Version von „All Hallows Eve“ ins Studio! Geil.

Abgerundet wird dieser feine Release von einem fetten Digipack mit kultigem Artwork (im Original in Öl gemalt!und sogar auf der Rückseite des fetten Booklets per Künstlerfoto gewürdigt) und einer mehrseitigen Einleitung von Mark. Real Metalheads greifen zu!

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