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MANNGARD - Circling Buzzards

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Artist MANNGARD
Title Circling Buzzards
Homepage MANNGARD
Label NOCTURNAL ART
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Nicht erst seit gestern befreien sich immer mehr norwegische Bands vom engen musikalischen Korsett des von ihnen fast automatisch erwarteten Black oder Viking Metal-Genres. Beispiel dafür sind, neben vielen anderen Gruppen, MANNGARD. Das Infoblatt der Plattenfirma versucht aus verständlichen Gründen, eine Nähe zum gerade tierisch angesagten Metalcore zu postulieren.

Nun mag ich auf den Ohren liegen, aber das, was hier aus den Boxen dröhnt, ist in erster Linie das, was früher unter der Bezeichnung „Neo-Thrash“ sehr gefragt war und orientiert sich an Gruppen wie MESHUGGAH, frühen MACHINE HEAD und der modernen Seite SLAYERS. Da dieser Zug (zum Glück) schon lange abgefahren ist, integrieren MANNGARD auch modernere und sehr progressive Elemente in ihren Klang mit ein. Diese sind es auch, die das Album halbwegs hörbar machen. Es macht Spaß, den instrumentalen Fähigkeiten des Vierers zu lauschen, sind hier doch unzweifelhaft sehr begabte Musiker am Werk, was auch den Kultstatus der Truppe innerhalb der norwegischen Musikerszene erklärt, unter der sie viele prominente Fans ihr Eigen nennen dürfen. Einer von ihnen, Grutle von ENSLAVED, leiht dann auch auf „Gravgang“ MANNGARD seinen Gesang. Das Lied erinnert stark an Grutles Hauptbetätigungsfeld und die progressive Phase, die ENSLAVED seit „Mardraum“ eingeschlagen haben.

Bedauerlicherweise handelt es sich daher auch um das stärkste Stück eines Albums, das sich mit seiner Tonkunst zwischen alle Stühle setzt, wenig eingängig ist und mindestens fünf Jahre zu spät kommt. Denn der Rest des Albums ist nicht halb so innovativ, wie es MANNGARD selbst nebst Plattenfirma uns glauben machen wollen.

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