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MANNHAI - Hellroad Caravan

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Artist MANNHAI
Title Hellroad Caravan
Homepage MANNHAI
Label SPINEFARM
Leserbewertung
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5.5/10 (2 Bewertungen)

Am 23. Juni 2006 lassen die vier Jungs aus Finnland ihr nunmehr viertes Album auf die Menschheit los. Aber diese Scheibe ist anders als die drei vergangenen, mit denen man sich seit 1999 (und früher mal bei Nuclear Blast) einen gewissen Status erspielen konnte, denn es gibt einen neuen Sänger: Pasi Koskinen (Ex-AMORPHIS, AJATTARA). Eigentlich sollte Koskinen nur als Ersatz für den ausgestiegenen Sänger Joanitor Muurinen für einige Konzerte im Februar 2005 dabei sein. Nun ist er festes Mitglied und darf wieder mit seinem ehemaligen Band-Kollegen von AMORPHIS – Oppu Laine -, einem Gründer von MANNHAI, Musik machen. Pasi tobt sich dabei voll aus: Er singt – anstatt wie ganz früher nur zu schreien oder zu kreischen. Dass er dies auch noch gut kann, beweist er bei den enthaltenen elf Songs.

Und das Album kann gefallen. Shellschock“ als erstes Lied stimmt den Hörer auf das ein, was folgen mag: Guter Stonerrock, dessen Riffs und Hooklines den Zuhörer gleich in den Bann ziehen. „Fuzzmaster“ animiert zum Tanzen und Mitwippen. Ein Song, der rockt und dabei nicht langweilig wird. Auch die anderen Lieder gehen sofort ins Ohr und auch diejenigen, die nicht auf harten Rock stehen, werden ihren Spaß an den Kompositionen haben. Dies beweist auch die Tatsache, dass die erste Singleauskopplung „Spaceballs“ in den finnischen Charts auf Platz 1 einstieg und sich drei Wochen in den Top 10 halten konnte. Dennoch ist die Musik nicht kommerziell, sondern durchaus anspruchsvoll und ehrlich. Dies mag auch daran liegen, dass die Jungs perfekt aufeinander abgestimmt sind. Alle Titel kommen kraftvoll und stimmig daher und sind dabei auch noch abwechslungsreich. Ruhigere Stücke wie „Dambuster“ wechseln sich mit den rockigen à la „Back in red“ oder „Mojo Runner“ ab. Auf härtere Songs folgen verspieltere. Die Gitarren treiben immer wieder nach vorne.

Der breite verwaschene Gitarrensound gekoppelt mit bluesigen Einflüssen weist auf die Wurzeln, die irgendwo zwischen BLACK SABBATH und ALICE IN CHAINS liegen. Aber auch die Fans von THE CULT oder MONSTER MAGNET sollten auf ihre Koste kommen. Dennoch kopieren die Finnen nicht. Sie machen wie in der Vergangenheit ihr eigenes Ding – und das ziemlich gut!

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