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MANZANA - Babies of Revolution

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Artist MANZANA
Title Babies of Revolution
Homepage MANZANA
Label DYNAMIC ARTS RECORDS
Leserbewertung
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Was bitte ist Pop Metal? Schließt das eine nicht das andere aus? Gut, am ehesten würden mir bei dieser Bezeichnung die ersten beiden Alben von LINKIN PARK in den Sinn kommen, hart genug, um als Metal durchzugehen, aber gleichzeitig äußerst radiotauglich.

Betrachtet man die Fakten, stellt man fest, dass MANZANA weder so wirklich Metal noch Pop sind, am ehesten wohl Rock mit ordentlich verzerrten Gitarren, teils sehr eingängigen Refrains („Panda Girl“, „End of the World“), die etwas LORDI durchklingen lassen, verspielten Keyboardmelodien und einer rauchigen Sängerin, die an die Qualitäten von Sandra Nasic (ex-GUANO APES) erinnert. Was die Finnen allerdings dazu veranlasste, sich (mal abgesehen von Marketinggründen) als Pop Metal zu bezeichnen, ist mir allerdings rätselhaft. Zugegebenermaßen sind die Songs durchaus Ohrwurmlastig und radiotauglich, doch haben die im ersten Absatz genannten Amis das Attribut „Pop“ sicher 10 Mal mehr verdient. Insgesamt fällt es mir aber schwer, überhaupt eine passende Beschreibung für diese Band zu finden, da eine gewisse Durchgängigkeit fehlt. Dies ist nicht zwingend schlecht, da „Babies of Revolution“ recht abwechslungsreich ausfällt, doch mitunter fehlt auch etwas der rote Faden. Da hat man ein albernes, sehr poppiges „Panda Girl“, kurz gefolgt von einem atmosphärischen „Near Death Experience“ und einem herausragenden proggigen „Nothing as Whole as A Broken Heart“ oder sogar einem rockigen „World as a Vampire“; irgendwie sind die Stilsprünge jedoch einen Tick zu groß.

Fazit: Würden MANZANA die simplen poppig-seichten Stücke weglassen und sich mehr auf ihre anspruchsvolleren Qualitäten besinnen, könnte man ein tolles Album abliefern. Momentan sitzt das Quartett aber wohl zwischen Stühlen, zu vertrackt für die Popfans, nicht hart genug für die Metal-Anhänger, am ehesten könnte man wohl bei den (alternative) Rockfans landen.

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