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MAR DE GRISES - Draining The Waterheart

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Artist MAR DE GRISES
Title Draining The Waterheart
Homepage MAR DE GRISES
Label FIREBOX
Leserbewertung
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9.0/10 (4 Bewertungen)

Achtung, jetzt wird’s exotisch: Doom Metal aus Chile! Vier scheinbar endlos lange Jahr mussten Fans der Südamerikaner MAR DE GRISES nach dem 2004er Debüt „The Tatterdemalion Express“, auf eine neue Scheibe warten. Nun melden sich die Herren endlich mit „Draining The Waterheart“ zurück und was soll man sagen? Das Warten hat sich auf alle Fälle gelohnt.

Die neue Scheibe ist eine interessante Mixtur aus Doom und Avantgarde, vermischt mit der Härte von Death Metal sowie Post Rock Anleihen geworden. Alles in progressiver Weise miteinander vermischt lassen diese Elemente „Draining The Waterheart“ definitiv zu einem interessanten Werk werden. Insgesamt dürfte die Scheibe für die meisten Doomfans eine Spur leichter zu verdauen sein als noch der Vorgänger, der doch recht eigenwillig, ja teils sperrig war. Nach vier Jahren konnte man auch einiges an Veränderungen erwarten und die haben schlussendlich auch stattgefunden. Das Ganze wirkt wie aus einem Guss, sehr schön arrangiert und trotz deathmetallischer Gitarren untermalt mit tiefem Gesang werden auch akustische und Ambient/ Postrock Passagen eingesetzt („Deep-Seeded Hope“). Insgesamt gesehen wirkt die Scheibe auf den ersten Blick vielleicht weniger originell als das Debüt, aber dennoch nicht langweilig und keineswegs schlechter, Fans der ersten Stunde dürfen also aufatmen. Es gibt immer noch genug zu entdecken! Der Eindruck, dass es wie aus einem Guss wirkt, wird durch die Übergänge zwischen den einzelnen Songs, die beinahe unbemerkt vonstatten gehen, zusätzlich unterstützt (z.B.„Deep-Seeded Hope“ – „Fantasiá“). MAR DE GRISES haben hier jedenfalls eine der atmosphärischsten und fließendsten Doom Scheiben geschaffen, die ich seit langem in der Hand hatte. Doomig aber nicht zäh oder sperrig, ein äußerst angenehmes Hörerlebnis also.

Diese Scheibe sollte man als Genreliebhaber auf alle Fälle im Regal stehen haben und es bleibt zu hoffen, dass wir nicht noch einmal vier Jahre auf den hoffentlich kommenden Nachfolger warten müssen. Wer mit “TTE” noch so seine Probleme hatte, dürfte bei „Draining The Waterheart“ nun genau an der richtigen Adresse sein. Meiner Meinung nach sind die Chilenen nun absolut auf dem richtigen Weg.

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