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MARC-UWE KLING - Die Känguru-Apokryphen (Buch)

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Artist MARC-UWE KLING
Title Die Känguru-Apokryphen (Buch)
Homepage MARC-UWE KLING
Label ULLSTEIN
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

Wer mit einem kommunistischen Känguru zusammenlebt, das zudem noch eine Vorliebe für Schnapspralinen hat, kommt eigentlich gar nicht aus dem Erzählen heraus. Deshalb überrascht es auch nicht, dass in einem Geheimfach des Schreibtisches von MARC-UWE KLING weitere Geschichten vom Känguru und seinem Kleinkünstler gefunden wurden. Nach der Känguru-Trilogie („Die Känguru-Chroniken“ 2009, „Das Känguru-Manifest“ 2011 und „Die Känguru-Offenbarung“ 2014) sind jetzt „Die Känguru-Apokryphen“ veröffentlicht worden und mit ihnen 33 nagelneue Stories sowie alle Känguru-Episoden aus dem Bühnen-Programm „Wenn alle Stricke reißen, kann man sich nicht mal mehr aufhängen“.

Entsprechend kann es sein, dass man beim Schmökern auf die eine oder andere Begebenheit stößt, die man bereits aus dem Mund des 36-jährigen Liedermachers, Kabarettisten, Kleinkünstlers und Autoren gehört hat, der mit dem doch etwas speziellen Beuteltier in einer Berliner WG lebt. Das macht aber gar nichts, denn es ist immer wieder eine Freude, Anteil an den Lebensweisheiten und Geschäftsideen des Kängurus zu nehmen. Es gibt schlicht und ergreifend nichts, wozu das namenlose Geschöpf nichts zu sagen hat. Und so kann es leicht passieren, dass „Die Känguru-Apokryphen“ für ganz neue Sichtweisen beim Leser sorgen. Sei es auf Handwerker, Koriander, Nazis, Töpfern oder die SPD. Schon vom Open-Schnick gehört? Nein, nun wie könnte es anders sein: Das Känguru hat ‚Schnick Schnack Schnuck‘ auf eine Art revolutioniert, die ganz neue Möglichkeiten eröffnet und man darf raten, wer davon am meisten profitiert. Auch die Geschichte von Maria und Jesus muss wohl noch mal überdacht werden und die Gespräche, die in Hertas Kneipe stattfinden, sind selbstverständlich von einer ganz besonderen Tiefsinnigkeit. Genauso wie es dem Känguru und Marc-Uwe immer noch gelingt, den bedauernswerten Menschen an der Kasse des Multiplex-Kinos in den Wahnsinn zu treiben.

Es ist und bleibt einfach sehr unterhaltsam und natürlich auch gesellschaftskritisch, dem Leben von MARC-UWE KLING und ausdrücklich nicht seinem Känguru zu folgen. Wer nicht zum Buch greifen und stattdessen den Schöpfer selbst das Wort gönnen möchte, ist mit dem Hörbuch gut beraten, das ebenfalls unter dem Titel „Die Känguru-Apokryphen“ beim Hamburger Hörbuch Verlag erschienen ist.

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