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MARCUS KING - El Dorado

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Artist MARCUS KING
Title El Dorado
Homepage MARCUS KING
Label CONCORD RECORDS
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„El Dorado“ ist das erste Soloalbum des aufstrebenden Songwriters, Sängers und Gitarristen MARCUS KING. Produziert wurde es von Dan Auerbach, seines Zeichens auch Sänger und Gitarrist bei THE BLACK KEYS.  Für die Aufnahmen der zwölf Songs verpflichtete Auerbach einige der angesehensten Studiomusiker der Country- und Soulmusikgeschichte. Darunter den Schlagzeuger Gene „Bubba“ Chrisman und den Keyboarder Bobby Woods, bekannt als die MEMPHIS BOYS, die Hausband im American Sound Studio von Chips Moman. Zu ihren berühmten Werken gehören „Son of A Preacher Man“ von DUSTY SPRINGFIELD, „Suspicious Minds“ von ELVIS PRESLEY und „Sweet Caroline“ von NEIL DIAMOND. Da war also schon mal jede Menge Fachkompetenz im Studio versammelt, fehlte nur noch MARCUS KING, der nicht nur seinen bisweilen androgynen Gesang beisteuerte, sondern jeden Song seines Debüts gemeinsam mit einem anderen angesehenen Songwriter geschrieben hat. Vielleicht macht genau dies auch den vielschichtigen Sound von „El Dorado“ aus. Auf jeden Fall haben die beteiligten Musiker bewiesen, dass das Sprichwort „Viele Köche verderben den Brei“ nicht immer zutreffend ist. Hier stimmt offensichtlich einfach die Chemie und der Mix aus Southern Soul, Gospel, R&B und Country ist schlicht und ergreifend sehr stimmig.

Angefangen beim akustischen Opener „Young Man’s Dream“, der es ruhig angeht, bevor der knackige Blues-Rocker „The Well“ übernimmt und „Wildflower & Wine“ des Hörers Seele mit souligem Blues streichelt. Mit großem Besteck kommt das cool groovende „One Day She’s Here“ ums Eck, während „Sweet Mariona“ gekonnt die Country-Soul-Karte spielt und das reduzierte „Beautiful Stranger“ die außergewöhnlichen Vocals des gewichtigen Jungspundes aus North Carolina in den Fokus rückt. „Break“ empfiehlt sich zur souligen blauen Stunde, wohingegen das druckvolle „Say You Will“ nach staubigem Highway klingt. So in Fahrt gekommen, nimmt das treibende „Turn It Up“ den Faden rhythmusbetont auf, ehe das muntere „Too Much Whiskey“ mitsamt Mundharmonika und Pedal Steel Guitar auf den Country-Dancefloor bittet. Der soulige „Love Song“ macht derweil seinem Namen alle Ehre und auch „No Pain“ gefällt auf der Zielgeraden mit emotionaler Slow Motion.

Nun ist MARCUS KING mit seinen 23 Lenzen beileibe kein Anfänger mehr, denn gemeinsam mit seiner MARCUS KING BAND hat er seit 2015bereits drei Langrillen veröffentlicht. Die Musik liegt dem Mann unüberhörbar im Blut, genauso, wie er den passenden rauen Schmelz in der Stimme hat, der seinen Gesang unverwechselbar macht. Gemeinsam mit seinen Songwriter-Qualitäten und der passenden Studio-Unterstützung ist so aus „EL Dorado“ ein erstes musikalisches Highlight des noch jungen Jahres 2020 entstanden.

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