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MARDUK - Serpent Sermon

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Artist MARDUK
Title Serpent Sermon
Homepage MARDUK
Label CENTURY MEDIA
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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9.6/10 (41 Bewertungen)

Ich muss zugeben, dass auch meine Wenigkeit Probleme mit dem Wechsel des Sängerpostens bei MARDUK hatte. So war Legion (Vocals bis „World Funeral“) einfach der ultimative MARDUK-Fronter und eigentlich nicht zu ersetzen. Das änderten auch die an sich guten folgenden Alben „The Plague Angel“ und „Rome 5:12“ nicht, wobei das letzte Werk „Wormfood“ komplett unterging. So dauerte es satte 8 Jahre, bis Mortuus (Vocals) so richtig in der Band angekommen ist.

Dabei fällt „Serpent Sermon“ an sich nicht aus dem MARDUK-Rahmen, aber die gesamte Atmosphäre ist eine komplett andere. Alleine das Intro zum einleitenden Titelstück, die einsetzenden, getragenen Melodien, der Start-Shout zum ersten Blast… die Kombination aus gnadenloser Brutalität und Eingängigkeit im Refrain, die aufsteigende Theatralik und diese Inbrunst im Gesang… dieses Gefühl der puren Schwärze haben diese Schweden schon seit Ewigkeiten nicht mehr so eindrucksvoll inszeniert! Und dieses Niveau halten sie auch über Album-Länge, hört man sich einfach mal den packenden Video-Track „Souls for Belial“, das bedrohlich düster thrashende „Into Second Decay“ oder das mitreissende, kantige „M.A.M.M.O.N.“ an. Natürlich können MARDUK auch 2012 noch alles gnadenlos den Erdboden gleich machen: „Messianic Pestilence“ und „Gospel of the Worm“ beweisen dies in jeweils weniger als 3 Minuten puren Infernos! Was aber richtig packt, ist „Temple of the Decay“! Ein doomiges Monster mit hypnotischer Lead-Melodie, drückenden Riff-Gewalze, sich extrem ins Mark brennenden Vocals, die sogar noch durch chorale Backings unterstützt werden! Ganz großes Kino! Das ebenso große Finale findet dann mit „World of Blades“ statt. Hier fahren MARDUK nochmal alles auf, was einen das Blut in den Adern gefrieren lässt: Eisige, geradlinige Midtempo-Riffings, mitreißend-theatralischer Gesang, treibendes, vielseitiges Drumming, drückende Bass-Lines und im Mittelteil sogar mal wieder aufrüttelnde Sprach-Samples… TRIPTYKON lassen grüssen!

Ja, bei solch einem Album kann man nur seinen Hut ziehen. Richtig ernsthaft hätten wohl viele nicht mehr daran geglaubt, dass MARDUK nochmal so ein Machtwerk aus dem Köcher holen. Endlich haben MARDUK wieder zu sich selbst gefunden. „Serpent Sermon“ ist der Beweis dafür!

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