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MARIA TAYLOR - s/t

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Artist MARIA TAYLOR
Title s/t
Homepage MARIA TAYLOR
Label GRAND HOTEL VAN CLEEF
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

Warum ausgerechnet das siebte Album von MARIA TAYLOR selbstbetitelt ist? Vielleicht, weil es ihr bisher persönlichstes ist. Aufgenommen wurde es gemeinsam mit ihrem langjährigen Freund Louis Schefano im Wohnzimmer ihres winzigen Hauses in Los Angeles und inmitten des typischen Familienchaos.

Das ist aber nur konsequent, wenn man bedenkt, dass im Grunde auch die ganze Familie an der Platte beteiligt war. Die meisten Instrumente hat neben Maria und Louis auch Marias Ehemann Ryan Dwyer eingespielt. Zudem hat ihr Bruder Macey Taylor (aka Uncle Mace von BRIGHT EYES und der MYSTIC VALLEY BAND) den Bass im Haus ihres Vaters eingespielt. Außerdem haben Makro Kurovic (FAMILY OF THE YEAR) und Marias alter Gitarrist Brad Armstrong Gitarrenlicks beigesteuert. Tiffany Osborn spielte die Violinen und Viola-Spuren im Kinderzimmer des Taylor/Dwyer-Hauses ein, während der COUNTING-CROWS-Sänger Adam Duritz beim wunderbaren „Waiting The Line“ gemeinsam mit Maria in seinem Apartment in Manhattan zu hören ist. Es gibt noch einen weiteren Gast auf dem Longplayer: Joshua Radin singt traumhafte Harmonien auf dem zauberhaften „Stay With You“, wohingegen „Miley’s Song“ in der Grundform von Marias siebenjährigem Sohn Miles am Klavier geschrieben wurde. Keine Frage, dass MARIA TAYLOR, die von sich selbst sagt, dass sie singt und schreibt seit sie denken kann, hieraus eine Familienangelegenheit machte und den musikalischen Rest der Sippe um ihren Input zu diesem instrumentalen (sieht man mal von ein paar Lautmalereien ab) Lied bat. Neben gefühlvollen Nummern darf bei Mrs. Taylor auch getanzt werden, wie sie mit dem lebhaften „For Worse, For Better“ beweist und spätestens wenn sie den Reigen mit dem sacht beschwingten „Winter Solice“ beendet, weiß man, dass man es mit einer Musikerin zu tun hat, die eine Menge zu sagen hat.

Unter anderem, dass das Älterwerden gar nicht so übel ist, was ja schon mal nicht so schlecht ist. Außerdem, dass die wichtigsten Dinge im Leben oft schön und schmerzhaft zugleich sind. Diesem Umstand tragen vermutlich auch die vielen bittersüßen Balladen auf dem selbstbetitelten Album von MARIA TAYLOR Rechnung.

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