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MARILYN MANSON - The Pale Emperor

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Artist MARILYN MANSON
Title The Pale Emperor
Homepage MARILYN MANSON
Label UNIVERSAL
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

Da ist es wieder, das enfant terrible der Rockwelt: MARILYN MANSON meldet sich zurück! „The Pale Emperor“ heißt das neunte Studioalbum des 46-jährigen Paradiesvogels, der nicht immer zwingend wegen seiner Musik von sich Reden macht, sondern oft genug durch seine Shows oder sein Auftreten polarisiert. Nun, über Optik und Benehmen lässt sich vortrefflich streiten, auch Musik ist nichts, was sich wirklich objektiv beurteilen lässt, trotzdem wollen wir doch mal hören, was Mr. Brian Hugh Warner und seine Mannen (neu im Boot: Tyler Bates) heuer abgeliefert haben.

Zumindest einen Silberling, der sich gut verkauft, denn während ich diese Zeilen schreibe, ist die Langrille bereits bis auf Position 4 der deutschen Charts geklettert. Zehn Songs umfasst das jüngste Baby und los geht’s mit dem rostig-rasselnden, düster-schimmernden „Killing Strangers“; einem verstolperten Rocker, der im Kern von einer fast manischen Entschlossenheit getrieben wird. Mit anderen Worten: Ein Opener, der in seiner finsteren Einfachheit schon gleich zu Anfang einen weiteren MARILYN MANSON-Classic darstellt. Wenig später darf auch schon zum hochenergetischen Industrial-Nackenbrecher „Deep Six“ amtlich gerockt werden, während „Third Day of A Seven Day Binge“ einen kurzen Moment zum Durchatmen bietet. Auch beim knackigen „The Mephistopheles of Los Angeles“ bleibt die Taktzahl im mittleren Bereich – genau richtig, um zu dieser Nummer ausgelassen zu tanzen. „Warship My Wreck“ schließt sich mit geheimnisvollen Beats und viel Wumms an, den im Übrigen auch das industrielle Rhythmusmonster „Slave Only Dreams To Be King“ mitbringt. Derweil verbreitet „The Devil Beneath My Feet“ dancefloorfähige Glamrock-Klänge, ehe „Birds of Hell Awaiting“ und „Odds of Even“ abermals die lasziv-scheppernde MARILYN-MANSON-Karte ziehen. Bleibt noch „Cupid Carries A Gun“, ein temperamentvolles Paradebeispiel für den neuen Kopfkino-Sound des amerikanischen Bürgerschrecks.

Die Zusammenarbeit von Manson (Lyrics) und Bates (Musik) darf ohne Übertreibung als gelungen bezeichnet werden. Nach den letzten, eher schwachen Langrillen gibt MARILYN MANSON wieder Gas und gefällt mit krachenden Melodien, einer ausgeprägten Detailverliebtheit und einer unerwarteten Leichtigkeit. Bleibt nur noch abzuwarten, ob der Poser vor dem Herrn das alles auch in seine Live-Gigs übertragen bekommt. Da fand ich ihn in den letzten Jahren ehrlich gesagt eher schwach, aber ich lasse mich gern auch hier eines Besseren belehren.

 

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