Band Filter

Request did not return a valid result

MARIT LARSEN - If a Song could get me you

VN:F [1.9.22_1171]
Artist MARIT LARSEN
Title If a Song could get me you
Homepage MARIT LARSEN
Label SONY MUSIC
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
10.0/10 (1 Bewertungen)

MARIT LARSEN ist hierzulande keine Unbekannte mehr. Die junge Norwegerin kam aus dem Nichts und ging direkt ins Ohr. Warum es VÖ-technisch nun allerdings ein Mix aus ihrer bisherigen Werken „Under the Surface“ und „The Chase“ sein musste, fragen sich nicht nur ihre deutschen Fans. Wichtig ist aber zunächst einmal: „If a Song could get me you“ ist mehr als ein nur ein Album. Im wahrsten Sinne des Wortes. Denn auch die Single, die wir Tag für Tag im Radio hören, trägt diesen Namen. „Es geht darum, jemanden den man liebt gehen zu lassen und dies dann unheimlich zu bereuen“, so erklärt Marit selbst das Stück. Die Musik der 26 Jährigen beschreibt man am besten so: Volles Zuckerrohr! Ihre süße Stimme entführt in eine andere Welt. Eine Welt voller Träume, Sehnsucht, aber auch Freude und ganz viel Leidenschaft. Vor allem Leidenschaft an der Musik. Larsen schreibt ihre Songs selbst. Sie ist ein kleines Talentwunder, wenn man so will. Spielt neben Gitarre und Klavier auch Mandoline, Zither, Harmonika, Glockenspiel… und wer weiß was noch alles… Was sie von anderen Künstlern unterscheidet, ist auf jeden Fall die Gabe, versteckte Melodien aufzuspüren und daraus einen Hit zu flechten. Melodien, die eigentlich für das Pop-Business zu verdreht sind. Dadurch verschafft sie sich einen großen Vorteil – den Überraschungseffekt. Jeder Song ist wie eine kleine Wundertüte oder eine Tür, die Larsen öffnet und die den Hörer in ihr Zauberland führt.

Der Opener von „If a Song could get me you“ ist natürlich die gleichnamige Single. Macht sich ganz vorn auch besonders gut, denn ich möchte meinen, jeder, der Marits Album kauft, möchte zuerst diesen Titel hören. Ich persönlich kriege davon schon lange nicht mehr genug. Vielleicht klingen dem einen oder anderen die Liedchen insgesamt etwas zu verspielt. Böse Zungen behaupten (so habe ich gelesen), dass man meinen könnte, Larsens Album wäre in einem Spielzeugladen, direkt neben der Disney-Abteilung entstanden. Ja, vielleicht. Aber gerade diese verträumte Leichtigkeit ist das Fesselnde. Der ABBA-Refrain von „Don’t save me“, die Schüttelglas-Melodie von „Under the surface“, das Wild-West-Techtelmechtel „Only a fool“ mit Banjo, Mandoline, und Mundharmonika – einfach schön gemacht, Zugegeben, die Songtitel geben nicht sonderlich viel her, aber auf den Inhalt kommt es ja bekanntlich an. Auch „Is it love“ und „Steal my heart“ geraten weitaus erfreulicher, als es die Namen befürchten lassen. So clever muss man erst mal bei TOM PETTY, REGINA SPEKTOR und den BEATLES klauen – und sich dann auch noch trauen, im Booklet explizit darauf hinzuweisen. Thematisch dreht sich bei Marit eigentlich alles ums Verlieben, Verlieren und Entlieben.

Ein wenig Kritik am Rande bei all dem Lob: Auf Dauer könnte Larsens Compilation ziemlich ermüdend wirken, aber zum Träumen, „Nebenbei Dudeln“, Mitsummen oder für Abende zu Zweit ist es geradezu perfekt.

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

Mehr zu MARIT LARSEN