Band Filter

Request did not return a valid result

MARK KNOPFLER - Get Lucky

VN:F [1.9.22_1171]
Artist MARK KNOPFLER
Title Get Lucky
Homepage MARK KNOPFLER
Label POLYSTAR
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
10.0/10 (4 Bewertungen)

Einer DER Ausnahmegitarristen der heutigen Zeit gibt sich die Ehre. Der den Allermeisten wohl durch seine Arbeit mit den DIRE STRAITS bekannt gewordene Klampfen“quäler“ ist mit Sicherheit einer der ungewöhnlichsten und genreunabhängigsten Musiker nowadays. Er spielte und spielt alles von gängigem Rock, Blues, Folk bis zu Country und macht auch vor schmachtenden Stücken für diverse Filme nicht halt (man schaue sich einfach mal die Politsatire „Wag the dog“ an). Sein eigener Gitarrensound hat ihm dabei immer wieder die Wege zu neuen Projekten und auch zu neuen Fans geöffnet.

Und das sollte ihm auch mit „Get Lucky“ gelingen. Vor allem aus einem Grund: Er ruhte bzw. ruht sich nicht auf einstigen Erfolgen wie „Brothers in Arms“ aus und versucht auch nicht, dieses Erfolgskonzept weiterzutragen (obwohl er damit sicherlich selbigen haben würde). Er geht konsequent seinen Weg und bringt nun ein Album, das wieder überrascht und überzeugt. Den Anfang macht das irisch anmutende „Border Reiver“ mit seinen sanften Klängen, das zum absoluten Mitschunkler wird und vor allem von der markanten Stimme KNOPFLERs lebt. Eine ruhige Ballade mit Piano, Akustikgitarre und dezenter Bläserfraktion folgt mit „Hard Shoulder“. Mit „You Can’t beat the house“ kommt ein Stilwechsel in das Album. Hier regiert der Blues. Mit Mitsingrefrain und dem typischen Gitarrensound ist das Stück ein Selbstläufer. Folklastig geht’s nun weiter. „Before Gas and Tv“ mischt große Riffs mit irischer Naturmystik. Für Fans des Musikers ein absoluter Gänsehauterzeuger. „Monteleone“ führt den Kuschelsound von „Hard shoulder“ weiter. Doch wie war das mit den Stilwechseln? „Cleaning my Gun“ sorgt sowohl inhaltlich als auch klanglich für einen Bruch, der jedoch an dieser Stelle nicht passender sein könnte. Ein rockiges Stück, das man ähnlich „Money for nothing“ kategorisieren könnte gibt sich die Ehre. Ich möchte an dieser Stelle aufhören, jeden einzelnen Song zu erwähnen. Nur einem Ausnahmetitel muss ich hier noch die Aufwartung machen: „So far from the Clyde“. Lyrisch als auch musikalisch ein Meisterstück. Ein tolles Intro im „Brothers in arms“-Stil (ohne abgekupfert zu wirken) leitet diesen Titel ein. Beim Refrain ist jeder Widerstand vergebens, ein Mitsingen zu unterdrücken. Zu tief geht der Text und zu grandios sind die Melodien und Riffs. Klanglich muss ich (und das wird der KNOPFLER/ DIRE STRAITS Fan wissen) keine Kritik anbringen.

Hier gibt es nichts zu meckern. Wer offen für Stilmixe ist und vor allem für die experimentelle Art der KNOPFLER-Kompositionen, wird dieses Album lieben. Ich persönlich möchte an dieser Stelle behaupten, dass es für mich eines der besten Alben ist, die ich von ihm kenne – und ich schließe dabei auch die DIRE STRAITS-Sachen mit ein – inklusive „Brothers in arms“. Ganz groß – Herr Knopfler!

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

Mehr zu MARK KNOPFLER