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MAROON - The Cold Heart of the Sun

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Artist MAROON
Title The Cold Heart of the Sun
Homepage MAROON
Label CENTURY MEDIA
Leserbewertung
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9.0/10 (1 Bewertungen)

Mit “Endorsed by Hate” das Metal-Feuer gezündet, mit “When Worlds Collide” ein Inferno erschaffen (ich komm immer noch nicht über die genial-göttliche Einlage vom MERCENARY-Mikkel bei „Annula Eclipse“ hinweg) und mit „The Cold Heart of the Sun“ nun erhaben über das eroberte Gebiet herrschen. So könnte man die Entwicklung der deutschen Deather MAROON beschreiben.

„(Reach) the Sun“ ballert dann gleich ohne Intro voll in die Grind-Sektion und entwickelt sich dann zu einem pumpenden Death/ Grind-Knaller mit einigen grandios epischen Parts, mit mächtigen Synth-Teppichen und furiosen Soli inkl. Grieg-Einlage. Auch der gewohnt fies-shoutende Andre kommt in diesen Passagen besonders kraftvoll und inbrünstig rüber. Killer-Einstieg! Beim folgenden „Only the Sleeper left the World“ überzeugen die Axt-Männer ein weiteres Mal durch tolle Riffarbeit, Lead-Melodien und Soli, bei denen sie voll und ganz ihren offensichtlichen Hang für klassischen Metal ausleben. Die Kombination aus brachialen Metal-Parts und den ruhigen Intermezzi, die sich ins nächste Top-Soli steigern und dann in einem mächtigen Mosh-Riff ihr Finale finden ist dann ganz großes Kino! Metal-Kino! Mit „Steelbath your Heart“ kommen dann erstmals die sonst traditionellen Beat-Downs zum Zuge, welche aber schon lange nicht mehr im Vordergrund des MAROON-Universums stehen. Zusammen mit der groovigen Mittelpassage werden diese knackigen Breaks wieder einmal mächtig im Pit knallen. Doch auch hier lassen die Nordhausener natürlich gelungene Soli von der Leine! Der Grundriff von dem sonst brutalst grindigen und ein weiteres Mal mächtig killenden „My Funeral Song“ lässt deutlich auf den Einfluss der frühen METALLICA durchscheinen und die wuchtigen Beat-Downs dürfte live die Sanis überaus wachsam werden lassen. So knallt sich „The cold Heart of the Sun“ brachial hart, fett groovend, knallig produziert und besonders durch die versierte Gitarrenarbeit überzeugend durch die elf Kracher. Den krönenden Abschluss bescheren uns MAROON mit dem genialen „Some Goodbyes are Farewells“. Mit akustischen Gitarren und in der Atmosphäre etwas an „Fade to Black“ angelehnt, entwickelt sich diese Halbballade in ein wuchtiges Meisterwerk, bei dem Andre durch seine ruhige Stimme besticht, welche schließlich mit wuchtigen Ausbrüchen aus sich raus kommt und alles nieder shoutet. Dazu brillieren die beiden Sebastians an den Äxten nochmals durch gefühlvolle und spielerisch on Top-Soli, welche nie zu übertrieben klingen und immer genau passend eingestreut werden.

An „The cold Heart of the Sun“ wird auch der intoleranteste Metaller nicht mehr vorbeikommen. Bei allen anderen steht das neue Album von MAROON eh schon auf der Liste der Pflichtkäufe!

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