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MAROON - When Worlds Collide

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Artist MAROON
Title When Worlds Collide
Homepage MAROON
Label CENTURY MEDIA
Leserbewertung
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8.0/10 (1 Bewertungen)

Nach HEAVEN SHALL BURN hat sich das deutsche Vorzeige-Label CENTURY MEDIA nun die nächsten deutschen MetalCore-Helden geschnappt. Wobei MetalCore bei „When Worlds Collide“ sicherlich nicht mehr wirklich zu trifft. Denn aus dieser Schublade haben sich MAROON ja schon mit dem Kracher „Endorsed by Hate“ befreit und sind mit dem neuen Album nun endgültig im Metal angekommen.

Schon beim Opener „24hour Hate“ knallen die Jungs aus Nordhausen einem solch eine Death/ Thrash-Granate vor den Latz, dass es nur so schallert. Die Doublebass walzt, die Snare thrasht, die Riffs rotieren und Andre klingt angepisster als je zuvor. Dazu mischt man einige coole Soli, und so bleiben eigentlich keine Zweifel, dass diese Typen mehr als gut auf die OBITUARY-Tour gepasst haben. Denn bei diesem Einstieg und auch bei Songs, wie u.a. „Sword and a Bullet“ sieht man vor seinem geistigen Auge die Matten nur so rotieren. Fett! Klar, seine Roots und Trademarks will und soll man ja auch nicht ablegen, daher kommen z.B. beim zu Beginn sehr death-brachialen „Wake up in Hell“ die nackenbrecherischen Beatdowns zum Zuge, bei denen im Pit sicherlich wieder die Karate-Kämpfer austillen dürften. Doch auch hier legt man wieder viel Wert auf versierte Gitarrenarbeit in Form schwedenlastiger Solis. Fast von der Nase geflogen sind mir die Sichtfenster allerdings bei „Annular Eclipse“. Denn bei diesem zuerst eher klassischen Modern Thrash-Kracher mit fetten Headbanger-Parts und fetten Beatdowns erstrahlt plötzlich die Stimme der Power Metaller und Label-Mates MERCENARY, in Person von Mikkel Sandager. Wo ich bei dem Eier-Gesang zuerst noch dachte „Dat können die nich bringen“, finde ich diese Einlage mittlerweile endgeil. Und mit Freuden stelle ich mir die entgeisterten Gesichter der oft doch recht intoleranten Cap-Umsichtreter vor, wenn sie diesen Song zum ersten Mal hören… This is Metal, Guys! Scheinbar hat man in Nordhausen den Hang zum spacigen entwickelt. Denn nicht nur der Albumtitel und das etwas sehr gewöhnungsbedürftige Cover-Artwork, sondern auch Instrumentals wie „Arcturus“, „Sirius“ oder „Koo She“ und die Synths-Untermalung von „Confessfions of the Heretic“ und dem sogar regelrecht tiefgehenden Final-Song „Below Existence“ lassen aus neu erschlossene Horizonte schließen.

So bieten MAROON eine logische Weiterführung ihres Weges, auf dem sie deutlich weiter in Richtung des brachialen, aber jederzeit moshbaren Metals gehen, aber dennoch ihre Core-Roots zu keiner Sekunde verleugnen. Jetzt müssten die Szenen des Metals und Cores in Deutschland nur noch so tolerant werden, wie es u.a. auch diese Band schon seit langem ist… dann dürfte dem weiteren Aufstieg der Next Generation nichts mehr im Wege stehen!

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