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MARSCHLAND - Traurige Trinkerlieder (EP)

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Artist MARSCHLAND
Title Traurige Trinkerlieder (EP)
Homepage MARSCHLAND
Label EDGAR THE CAT
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MARSCHLAND ist das aktuelle Projekt von Ben Feddern, den der eine oder andere noch als Seuche kennen könnte. Seit 2003 war er Sänger der Hamburger Black-Metal-Combo FÄULNIS, die jedoch vor sieben Jahren auf unbestimmte Zeit in der Versenkung verschwunden ist. Stattdessen hat Feddern aka Ernie Fleetenkieker das „Metal Manifest“ verfasst und den Youtube-Kanal Krachmucker TV ins Leben gerufen. Jetzt wird wieder selbst Musik gemacht und zwar (Achtung! O-Ton:) Catatonic Folk, Katzenmusik, Townes van Zandt in scheiße. „Traurige Trinkerlieder“ heißt der Vier-Tracker, den Ben auf seinem eigenen Label Edgar The Cat veröffentlicht; Gute-Laune-Musik ist das wahrlich nicht, die der Mann da zum Besten gibt.

Mehr als eine Akustikgitarre und seine klaren Vocals benötigt Ernie Fleetenkieker nicht, um seine gewollt deprimierende Mucke an den Start zu bringen. „Der saufende Nihilist (Menschenhasser I)“ verbringt seine Zeit vermutlich überwiegend in irgendwelchen abgerockten Kaschemmen, der billige Schnaps ist sein bester Freund und die Wahrheit versucht er auf dem Flaschenboden zu finden. „Das Totgelage (All Enemies Must Die)“ ist nicht weniger selbstzerstörerisch und schwermütig und wenn der „Höllenritt (Kaperfahrt)“ ansteht, ist das zwar ein Abgesang auf SANTIANOs „Alle die mit uns auf Kaperfahrt fahren“, aber hier geht’s Richtung ewige Verdammnis und gehuldigt wir dem Teufel, der in alkoholischer Form daherkommt. Für den melancholischen Abschluss sorgt schließlich das reduzierte „Kneipengeister“.

Ein schmerzlicher Abgesang, ein trostloser Blick in den Abgrund, das ist es, was MARSCHLAND mit „Traurige Trinkerlieder“ vollzieht. Wie viel Autobiografie in den Liedern steckt, vermag ich nicht zu sagen, die Hoffnungslosigkeit, die ihnen innewohnt, konnte bei den Aufnahmen, die im Sommer 2024 bei Fleetenkiekers daheim stattfanden, auf jeden Fall eingefangen werden. Hier ist alles derart kaputt, dass ich mir jetzt erst einmal TOMTEs „Nichts ist so schön auf der Welt, wie betrunken traurige Musik zu hören“ geben muss, um die angestaute Melancholie in andere Bahnen zu lenken.

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