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MARTYR - Fear the Universe

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Artist MARTYR
Title Fear the Universe
Homepage MARTYR
Label RUSTY CAGE RECORDS
Leserbewertung
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9.0/10 (1 Bewertungen)

Die Holländer MARTYR sind nach gut 2 Dekaden Abstinenz auch wieder zurück im Metal-Universum… weshalb auch immer. Das vorliegende Doppel-Digi ist zwar schön aufgemacht, enthält aber so gut wie keine Infos zu den beiden Scheiben! Kultig sind höchstens die 85er-Fotos. Auch dass man jede Mini auf eine eigene CD gepresst hat, macht bei einer Gesamtspielzeit von 51 Minuten Null Sinn.

Dass die erste und einzige Veröffentlichung von 1985 stammt, ist hier leider nicht zu entnehmen. Nach dem Release dieses 7-Trackers verschwand die Band wieder in der Versenkung. Weshalb, ist allerdings anhand des coolen Materials nicht nachzuvollziehen. „Speed Samurai“, „The Eibon“ oder „Black Sun“ atmen den Spirit der frühen 80er und da gaaaanz schwer IRON MAIDEN! Gemixt mit damaligem US-Metal und dem teilweise arg hohen Gesinge von Fronter Gerard Vergouw ergibt das eine interessante Mischung, die 80er-Kennern eigentlich geläufig sein sollte. Der Sound ist natürlich nichts für heutige Ohren und auch von den damaligen Top-LPs liegt man einiges entfernt. Hat trotzdem Charme das Teil und da hätte sicherlich mehr draus werden müssen!

Schlappe 23 Jahre später startet man mit 3 Bandmitgliedern von damals und 2 neuen Leuten, darunter der neue Sänger Rop van Haren. Wesentlich progressiver und sehr QUEENSRYCHE-lastig geht man heuer zu Werke. Das zündet nicht sofort, aber der Titeltrack weiß zu überzeugen. Ihr Handwerk verstehen die Herren jedenfalls. Die Produktion ist aber eher Schrott für heutige Ansprüche. Insgesamt wirken Songs wie „Take me Home“ zu angestrengt und unflüssig. Lediglich der letzte Track „Eaten Alive“ lässt’s mal etwas fixer angehen, bester Song der Band-Neuzeit.

Aber es stellt sich schon die Frage nach dem Sinn dieser neuen Mini-CD. Denn außer ein paar eingefleischten Fans der Band oder Allessammlern wird dieses schmucke Stück nirgendwo Einzug halten. Freunde der obigen Sounds können aber dennoch mal reinhören!

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