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MARYBELL KATASTROPHY - The More

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Artist MARYBELL KATASTROPHY
Title The More
Homepage MARYBELL KATASTROPHY
Label PONY REC
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Hinter MARYBELL KATASTROPHY verbergen sich Marie Hojlund (ex TIGER TUNES) und Emil Thomsen (SCHWTH). Die beiden Dänen betreiben seit drei Jahren das Projekt MARYBELL KATASTROPHY und haben nach zwei eigenproduzierten EPs und der Auszeichnung „Band of The Year“ des Danish Music Critics Awards nunmehr ihre erste Langrille in den Plattenläden. Hierzulande konnte man die Skandinavier (mit zusätzlicher Live-Unterstützung) bereits im Mai dieses Jahres als Support von BAT FOR LASHES erleben und im Anschluss an die LP-Veröffentlichung soll es im Winter erneut auf Europatour gehen.

Zu hören wird es dann einen ziemlich krausen Mix irgendwo zwischen JOHANNES BRAHMS, den PIXIES und DAVID BOWIE geben. Der eigensinnige Sound des Duos bekam auch schon die Prädikate „THE BANGLES auf Acid“ oder „KATE BUSH – kopfstehend“. Tatsächlich verbindet Marie mit Miss Bush eine ähnlich zuckersüße Stimme, gleichzeitig erinnert Fräulein Hojlund nicht selten auch an BJÖRK, während die Musik zwischen sprödem Indie und schrägem Electro-Pop changiert. Der Song „Hip“ gehört dabei noch zu den eingängigsten Nummern, wobei immer mit den unterschiedlichsten „Störgeräuschen“ aus dem Synthesizer zu rechnen ist. MARYBELL KATASTROPHY zeigen sich stets experimentierfreudig und spielen unbeschwert mit ihren Ressourcen. Mein Favorit auf „The More“ ist das druckvolle „Red Red“ und ich muss gestehen, dass es auch annähernd bis zu diesem Track Nr. 10 gedauert hat, bis ich mich in der verwirrenden Welt der beiden Protagonisten zurechtgefunden habe. Hojlund und Thomsen schicken nämlich zunächst die schweren Brocken ins Rennen, bevor ein Song wie die getragene Pianoballade „His Desperate Voice“ fast schon problemlos durch die Gehörgänge flutscht. Wer sich jetzt in Sicherheit wiegt, wird mit dem spannungsreichen „Hey Frank“ schon bald eines Besseren belehrt. Ob MARYBELL KATASTROPHY „Good Old Germany“ eigens für ihre deutschen Fans geschrieben haben, ist mir nicht bekannt, in jedem Fall ist zum guten Schluss noch ein ziemlich hypnotisches Stück dabei herausgekommen.

Leichte Kost ist definitiv etwas anderes, deshalb darf man beim Hören des Silberlings nicht vorschnell die Flinte ins Korn werfen. Irgendwann erschließt sich der spezielle Charme der eigenwilligen Mucke, der MARYBELL KATASTOPHY zu einer der gehyptesten Bands ihres Heimatlandes gemacht hat.

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