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MASSIV IN MENSCH - Clubber Lang

VN:F [1.9.22_1171]
Artist MASSIV IN MENSCH
Title Clubber Lang
Homepage MASSIV IN MENSCH
Label ENDLESS RECORDS
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
7.0/10 (3 Bewertungen)

MASSIV IN MENSCH waren schon immer eine eigenwillige Formation. Ihre Mischung aus Electro, Tance und abseitiger Lyrik stößt in der schwarzen Szene bisweilen auf Unverständnis, doch die Norddeutschen kümmert das glücklicherweise wenig. Die Vorgängerscheibe „Menschdefekt“ war gar die verkaufstechnisch erfolgreichste Scheibe ihres Ami-Labels Artoffact Records. Dementsprechend gehen Logemann und Osterthun den eingeschlagenen Weg konsequent weiter, wieder bieten sie uns 15 Stücke lang ihre Vision des Dark Raves inkl. merkwürdiger Titel („Hass Kot“) und Coverversionen.

Und was Coverversionen angeht, wer würde schon eine solche als Quasi-Opener seiner Scheibe verwenden? MIM kümmern derlei VÖ-Gesetze wenig und packen dementsprechend U2s besten Song „Sunday Bloody Sunday“ ganz nach vorne. Klingt ziemlich trashig unterhaltsam das Ganze, inklusive Gesang (sehr putziger englischer Akzent) und Beats knapp an der Geschmacksgrenze vorbei, was Bono wohl dazu sagen würde? Im weiteren Verlauf begegnet uns auch noch SANDRA Cretu mit ihrem 88er Track „Around my heart“, dieses Original wurde sehr geschmackvoll umgesetzt, Mitsingen garantiert. Daneben existieren noch 3 Titel, die mehr oder weniger vage auf fremden Kompositionen basieren. „Selig“ stammt im Original von HELIUM VOLA, „Einen Augenblick“ fußt auf EPSILON MINUS’ „Just another longshot“, und „Endless“ stammt aus der Feder des Hildesheimer Hard Trancers Niño Cortez. Alles in allem also eine wilde Mischung, wobei der Titel Song sich natürlich auf Stallones Gegner im dritten Rocky-Streifen bezieht. Die Kampfmaschine wurde von Mr. T gespielt, der allen älteren Serienfreunden natürlich auch aus dem A-Team bekannt ist. Musikalisch ein hard groovender Dance Track, garniert mit ein paar Saxophon-Klängen. Währenddessen wird auch der „Menschdefekt“-VÖ mit einer gleichnamigen Komposition gehuldigt, die wie AND ONE beginnt und sich später auf die charismatische Stimme der hübschen Anna-Maria Straatmann verlassen kann. So pendelt das Trio aus Varel ständig zwischen SCOOTER, MELOTRON und (vom Verarschungsgrad her) STENDAL BLAST, womit man sich eine ganz eigene Nische geschaffen hat. Quasi die TACTICAL SEKT-Light Version. Nicht zu vergessen die geschmackvollen aber nicht zu häufig eingesetzten Samples, bei denen wieder lustiges Filmeraten angesagt ist („Wenn dir langweilig ist, geh ein wenig ficken“). Club-Highlight sicherlich: „Klang der Unsterblichkeit“ – da kann man die Füße kaum stillhalten.

Man liebt sie oder man hasst sie für ihren Crossover und die latent liebenswerte Grosschnäuzigkeit, dazwischen gibt es nichts. Ich für meinen Teil attestiere wieder hohen Humor- und Groovefaktor, so dass auch diese CD für ElectroTrance-Freunde uneingeschränkt empfohlen werden kann. Und Clubber war ja sowieso der Beste, fuck off Rocky!

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