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MASSIV IN MENSCH - Die Rein

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Artist MASSIV IN MENSCH
Title Die Rein
Homepage MASSIV IN MENSCH
Label Artoffact Records
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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„Die Rein“ stellt den Nachfolger zu dem im Jahre 2000 erschienenen Debutalbum „Belastendes Material“ dar. Im Gegensatz zu der dort noch vorzufindenden Kombination aus verzerrten Vocals und Frauengesang ist die neue Scheibe fast ausschließlich instrumental gehalten. Die zwischen 125 und 150 bpm schnellen Stücke wurden lediglich recht spartanisch mit Sprachsamples angereichert.

Musikalisch hat man sich verstärkt auf technoide Strukturen konzentriert, die ursprünglichen EBM-Beats wurden dabei durch dance-lastigere Grooves ergänzt. Dennoch unterscheidet sich das Material aber überwiegend von der seichten Futurepop-Ausrichtung vieler aktueller Veröffentlichungen. Die Band bezeichnet ihre Musik selbst als „Dark Rave”, was als durchaus treffende Umschreibung angesehen werden kann.

Der erste Track verwundert allerdings ein wenig, kommt er doch noch am ehesten relativ nah an den sog. „Weiber-Elektro“ heran, von dem man sich im Booklet ausdrücklich abgrenzt. Trotzdem weiß der Song aber zu Gefallen und bietet einen gelungenen Einstieg in die CD. In gewisser Weise Intro-Charakter aufweisend steht hier eine sehr eingängige Melodie im Vordergrund, die stellenweise mit sakralen Chören unterlegt wurde. Das zweite Stück „The Earl“ ist gleich eines der Highlights des Albums. Geschickt wird hier der Spannungsbogen zunächst nur langsam aufgebaut, um sich dann, eingeleitet durch ein repetitives Sample, zu einem mehrfach wiederkehrenden Thema vorzuarbeiten. Der nächste Song wirkt etwas Industrial-beeinflusst. Weniger melodiebetont geht es hier sehr stampfend zur Sache. Die folgenden Lieder sind vor allem durch ihre trockenen und hämmernden Beats geprägt, klingen aber deutlich düsterer als normaler Techno und kommen fast gänzlich ohne Samples aus. Im Anschluß gibt es mit „Massiv in Mensch“, dem schnellsten Stück auf dem Album, und „Hoffnung ist das Seil auf dem die Narren tanzen“ zwei weitere Höhepunkte auf die Ohren. Ersteres glänzt wieder durch wirksam eingesetzte Samples, bei denen sogar der Bundeskanzler zu Wort kommt, und einem packenden Rhythmus, während das Letztgenannte durch seine spannungsbetonten Strukturen zu überzeugen weiß. Abschließend sind noch zwei Remixe enthalten: „The Earl“ im Tritoxin-Remix und eine „Endorph-Fusion vs. Reiner´s Festung“ betitelte Nummer, auf der dann auch die Stimme von Sarah Folkens zum Einsatz kommt.

Alles in allem zeugt die Platte von einem guten Gespür für Melodie, Variation und Abwechslung. Leute, die mal etwas anderes als den typischen EBM oder Future-Pop hören wollen, sollten das Teil anchecken.

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