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MASTERS OF DARK FIRE - Dead Spots

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Artist MASTERS OF DARK FIRE
Title Dead Spots
Homepage MASTERS OF DARK FIRE
Label DANSE MACABRE
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Der Hauptstadt wird eine rege Musikszene nachgesagt – auch im Bereich Gothic Rock. Daher verwundert es sicher nicht, dass die MASTERS OF DARK FIRE genau dieser Stadt entspringen. In Berlin bereits seit Jahren als Live-Band präsent und geschätzt, veröffentlichen sie nun erstmals unter dem schwarzen Mary Poppins-Schirm von Danse Macabre Records ein Album namens „Dead Spots“. Als Gewinner des Sonic Seducer Battle Of the Bands 2009 startet das neue Jahrzehnt auch recht rosig für die Formation.

Dennoch möchte ich die Veröffentlichung, die ich der jungen Band mit der noch jüngeren Bassistin (die sich eher am Beginn als am Ende ihrer Teenagerzeit befindet) von ganzem Herzen gönne, nicht ausschließlich durch die rosarote Brille sehen. Denn was bei den MASTERS OF DARK FIRE live schon nach echter Profi-Arbeit aussieht, hätte im Studio doch noch etwas gründlicherer Bearbeitung bedürft. Zum einen klingt die Stimme der an sich absolut fähigen ToXiCa auf manchen der Tracks noch sehr kindlich, auf anderen dagegen recht gut. Hinzu kommt, dass die Extreme der Songs, die live durch die zusätzliche Härte deutlich werden, für ein Studioalbum nicht ausreichend ausgearbeitet wurden, um wirklich zu überzeugen. Gerade Kompositionen wie „City Of The Damned“, „Dullahan“ oder „Carnival“ zeigen, dass die Band wirklich gute Ideen hat, und so dem düsteren Rock durchaus Neues hinzufügen könnte. Da die Songs auf dem Album aber in ihrer Bearbeitung noch nicht ausgereift wirken, offenbart sich nicht vollends, wie viel Ideenreichtum denn nun eigentlich in der Band steckt. Ein paar Monate mehr an intensiverer Arbeit im Bereich Produktion und Feinarbeit hätten hier sicherlich viel ausgemacht. Auch die Übergänge sind so noch nicht wirklich harmonisch. Es fehlt „Dead Spots“ an Homogenität, und am Eindruck, ein Gesamtwerk vor sich zu haben. Ich möchte allerdings nicht unterschlagen dass die Lead Vocals von AZRAYL wirklich etwas für sich haben. Wenn auch das Stimmvolumen nicht so groß erscheint, wie es live wirklich ist, so kommt doch die Ausdrucksstärke der Stimme gut rüber. Und das Songwriting an sich ist nicht übel, die Titel besitzen großes Potential. Es wurde nur leider noch nicht ausgeschöpft.

Trotz all der negativen Anmerkungen denke ich aber, dass die MASTERS OF DARK FIRE eine Band mit Talent und Zukunft sind – auch wenn dieses Album auf mich unfertig wirkt. Was nicht ist, kann ja noch werden. Und wäre jemals ein Meister vom Himmel gefallen, ihm hätte der Allerwerteste kräftig weh getan.

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