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MATS GRÖNMARK - Tape Hiss, Hit or Miss and Sometimes even Bliss

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Artist MATS GRÖNMARK
Title Tape Hiss, Hit or Miss and Sometimes even Bliss
Homepage MATS GRÖNMARK
Label RHYTHM ACE RECORDINGS
Leserbewertung
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9.3/10 (3 Bewertungen)

Gelegentlich klingt der eine oder andere Song, als ob TONY CLIFTON auf einmal Country-Musik für sich entdeckt hätte. Jetzt ist TONY CLIFTON schon seit fünfundzwanzig Jahren tot und teilt sich ein Grab mit ANDY KAUFMAN, der sicherlich seine Freude an „Tape Hiss, Hit or Miss and Sometimes even Bliss“ gehabt hätte. MATS GRÖNMARKs Gesang ist jedenfalls mindestens genauso schräg wie der Humor des Ausnahme-Comedians.
 
Nun handelt es sich im Falle Grönmarks um keinen Anfänger, auch wenn es der LoFi-Sound seines Debüts vermuten lassen könnte, sondern um einen fest etablierten Künstler der Stockholmer Indie-Szene, der in mehreren weitestgehend unbekannten Combos aktiv war und ist. Offensichtlich ermöglichte sein kreatives Schaffen ihm darüber hinaus, zehn Songs auf eine recht einzigartige „Anti-Alles“-Platte zu pressen, die so gar nicht in Schubladen passen möchte. Es lässt sich zudem stark vermuten, dass sich Grönmark in der Tradition eines WILL OLDHAMs (alias BONNIE PRINCE BILLY) oder BILL CALLAHANs (alias SMOG) versteht, er also versucht, Country und Folk mit ausgefallenen Arrangements zu versehen, um sie dann mit seinem Gesang ad absurdum zu führen. Dann kann es auch schon mal passieren, dass die Pedal Steel Guitar in die Ecke gestellt wird, damit der merkwürdige Elektro-Beat sich ganz entfalten kann („I Can’t Ask Her“). Wenn dann noch Synthesizer erklingen, die in den Siebzigern gerne in der Disco tanzen gingen und dabei trotzdem ein veritabler Hit herausspringt, dann lässt sich durchaus von einem kleinen Wunder sprechen. Dabei rumpelt und scheppert es permanent, Gitarren jaulen gequält und seltsames Instrumentarium erklingt, sicher nicht jedermanns Sache, aber bemerkenswert eigen.
 
Eins muss indes zu jederzeit klar sein, wenn hier von Hits die Rede ist, dann sicher nicht im U2-Kontext, denn mehr Indie als auf „THHOMASEB“ kann Musik praktisch gar nicht sein. Lässt sich bei so einem Albumtitel ja auch schon fast vermuten.

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