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MATT ROEHR - Barra Da Tijuca

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Artist MATT ROEHR
Title Barra Da Tijuca
Homepage MATT ROEHR
Label GONZO MUSIC/ INTERGROOVE
Leserbewertung
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10.0/10 (2 Bewertungen)

So klingt es also, das Leben nach den BÖHSEN ONKELZ. MATT „Gonzo“ ROEHR hat dieses Kapitel schnell und längst hinter sich gelassen, Uruguay zu seiner Wahlheimat erklärt, dort fleißig an neuen Songs gewerkelt und beabsichtigt nun, als erster Onkel mit einem eigenen Album durchzustarten. „Barra Da Tijuca“ heißt das Teil und ist nach einem vornehmen Stadtteil von Rio de Janeiro benannt worden, in dem (noch zusammen mit Miami) die Studioaufnahmen auch erfolgt sind. Auch wenn diverse, insbesondere (süd)amerikanische Musiker sowie Charlie Huhn (u.a. TED NUGENT, GARY MOORE, HUMBLE PIE) als prominenter Gast am Mikro hierbei beteiligt gewesen sind, so handelt es sich doch nicht zuletzt aufgrund des Namens MATT ROEHR eher um ein Solo- als um ein Bandalbum.

Dies wird zudem darin deutlich, dass das Material stark auf Gonzos Gitarrenspiel ausgerichtet ist, auch wenn Mr. Huhn ein recht prägnantes Organ und einige nette Hooklines parat hat. Wie nicht anders zu erwarten und auch in Matts früherem Schaffen schon erkennbar, versteht er sein Handwerk perfekt und ist in der Lage, so einiges aus seinem Sechssaiter rauszuholen. Die ihm bislang durch die Ausrichtung der ONKELZ-Songs gesetzten Grenzen lässt er nun hinter sich und entpuppt sich mitunter als Gitarrenvirtuose. Im Zusammenspiel mit den neuen Kollegen ist ein ehrliches und zeitloses Rockalbum mit Einflüssen aus den Bereichen Blues, Funk, Siebziger (soundmäßig zeitweise vor allem die Keyboards vom „fünften“ Onkel Stephan Weiler) und etwas Latin (z.B. „Made to last“) entstanden und mit einer modernen Produktion versehen worden. Stücke wie „Just be yourself“, „Garbage man“ oder „Wheel of fortune“ sind verspielt, melodiös und lebendig, insgesamt ist bei den 12 Titel für genug Abwechslung gesorgt.

Klingt insoweit gut, dürfte vermutlich aber zumindest für die breite Masse der „gewöhnlichen“ ONKELZ-Fans musikalisch nicht unbedingt zu einer neuen Liebe reifen. Daher bin ich sehr gespannt, inwiefern sich der Gonzo-Bonus hier trotzdem verkaufsfördernd auswirken wird. Schließlich hat jeder die Wahl zwischen handgemachter Rockmusik, der nahezu zeitgleich erscheinenden „Onkelz wie wir“ Neueinspielung oder Warten auf das, was Der W. in Arbeit hat…

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