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MATT SKIBA AND THE SEKRETS - Babylon

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Artist MATT SKIBA AND THE SEKRETS
Title Babylon
Homepage MATT SKIBA AND THE SEKRETS
Label SUPERBALL MUSIC
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MATT SKIBA kennt man in erster Linie als Leadsänger und Songwriter von ALKALINE TRIO aus Chicago. Mit dieser Punk-/ Alternative-Band hat der 36-jährige in 15 Jahren acht Studioalben aufgenommen und ist durch rund um die Welt getourt. Offensichtlich hatte der Herr noch ein paar Freiräume und ist deshalb ohne seine Hauptband ins Studio gegangen, um „Babylon“ aufzunehmen. Ganz allein wollte er wohl dann aber doch nicht tätig werden und so stießen noch Drummer Jarrod Alexander von MY CHEMICAL ROMANCE und der AFI-Bassist Hunter Burgan dazu – wobei Skiba ausdrücklich betont, dass dieses Solo-Debüt einzig und allein sein Werk sei –auch wenn die Kollegen natürlich irgendwo Ideen beigesteuert hätten.

Hört man in den Opener „Voices“ rein, wird man von einem flotten Ohrwurm begrüßt, den man in ähnlicher Form auch in den Bands der beteiligten Musiker hören könnte. Gleiches gilt auch für den treibenden Nachfolger „All Fall Down“ und das knackige „Luciferian Blues“. Mit der Halbballade „Haven’t You“ bringt Kollege Skiba auch einen Synthesizer in Stellung – auch nicht zwingend ungewöhnlich, aber auch nicht verkehrt. Mit „The End of Joy“ lässt es der Dreier ordentlich krachen und auch „You“ geht in die Vollen, setzt dabei jedoch verstärkt auf große Gefühle und eine gehörige Portion Pathos. Ein wenig aus der Reihe fallen hingegen das poppige „Olivia“ und das recht wavig ausgefallene „Falling Like Rain“. „How The Hell Did We Get Here?“ begibt sich derweil wieder auf sicheres Skater-Punk-Terrain, auch wenn man ganz versteckt eine kleine düstere, elektronische Note raushören kann. „Angel of Deaf“ gibt sich akustisch und soll noch mal zu Herzen gehen – vielleicht hatte MATT SKIBA an dieser Stelle jedoch nicht ganz do dick auftragen sollen.

Man kann nicht wirklich behaupten, dass das, was MATT SKIBA AND THE SEKRETS da anstellen, deutlich anders klingt, als der bisherige ALKALINE-TRIO-Output. Auf dem Zettel steht immer noch eingängiger Pop-Punk, der leicht verdaulich daherkommt und dabei durchaus Spaß macht. Aber vielleicht konnte Matt nur auf diese Weise seine ureigensten Vorstellungen verwirklichen, ohne Kompromisse mit dem Rest der Kapelle eingehen zu müssen. Große Kunst ist „Babylon“ sicher nicht, aber solides Handwerk und wem die bisherige Mucke gefallen hat, darf sich gefahrlos auch an diese Scheibe rantrauen.

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