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MAXIMO PARK - Quicken The Heart

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Artist MAXIMO PARK
Title Quicken The Heart
Homepage MAXIMO PARK
Label WARP
Leserbewertung
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8.7/10 (3 Bewertungen)

MAXIMO PARK melden sich im sechsten Jahr ihres Bestehens mit ihrem dritten Longplayer zurück bei ihren Fans, die zwei Jahre nach „Our Earthly Pleasures“ auf neue Songs der nordenglischen Indie-Rocker warten mussten. Bevor ich „Quicken The Heart“ in Händen halten konnte, hatte ich bereits das Vergnügen, einen Großteil der neuen Songs on stage zu erleben, so dass ich ihnen schon einmal absolute Livetauglichkeit bescheinigen kann. Bleibt noch die Frage zu klären, wie sich die Herrschaften um den stets gut behüteten Fronter Paul Smith als Konservendarreichung präsentieren.

Mit dem Opener „Wraithlike“ legen die Jungs aus Newcastle zweifelsohne einen bewegten Start hin und wenn mich nicht alles täuscht, hat die Nummer mit seinen heulenden Synthie-Sirenen auch durchaus das Zeug, ein ähnlicher Klassiker wie „Books From Boxes“ zu werden. „The Penultimate Clinch“ geht erst gar nicht vom Gas, allerdings wird hier neben Mr. Smiths prägnantem Dialekt sehr deutlich, dass die Gitarren beim MAXIMO-PARK-Sound im Vergleich zur letzten Langrille zugunsten opulenter Keyboardflächen in den Hintergrund getreten sind. Gleiches gilt für erste Single-Auskopplung „The Kids Are Sick Again“: Eine laut tönende Abrechnung mit gesellschaftlichen Normen und Grenzen, die als mitreißende Hymne daherkommt. „A Cloud of Mystery“ verbindet vor Liebeskummer schmerzlich vergehende poetische Texte mit beiläufig ansteckenden Akkorden, während „Calm“ erstmals ruhigere Töne anschlägt. Damit ist beim folgenden „In Another World (I Would’ve Found Yourself By Now“ gleich wieder Schluss. Der Track geht ebenso wie „Let’s Get Clinical“ gleichermaßen in Ohr und Bein, bevor das temporeiche „Roller Disco Dreams“ seinem Namen alle Ehre macht. „Tanned“ sorgt im gemächlichen Midtempo für zufriedenes Kopfnicken, derweil schwelgt „Questing, Not Coasting“ in orchestraler Völlerei und Bassläufen mit Herzschlag-Beat, der bei „Overland, West of Suez“ in schrammeligen Indie-Klängen verschmilzt. Das finale „I Haven’t Seen Her In Ages“ spielt neben eingängigen Melodien mit Keyboardarrangements, die „Quicken The Heart“ ein vergnügliches Ende mit einer Spur Melancholie bescheren.

Insgesamt sind die zwölf Songs vielleicht eine Idee sperriger ausgefallen als bisherige MP-Outputs. Trotz diverser geschlagener Melodie- und Rhythmushaken gehen die Stücke jedoch samt und sonders gut ins Ohr und mancher musikalischer Wurm verhakt sich dort auch längerfristig, ohne langweilig zu werden. Was will man mehr?

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