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MAXIMO PARK - The National Health

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Artist MAXIMO PARK
Title The National Health
Homepage MAXIMO PARK
Label UNIVERSAL
Leserbewertung
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4.3/10 (18 Bewertungen)

Drei Jahre nach ihrem vierten Album „Quicken The Heart” melden sich MAXIMO PARK mit neuem Studiomaterial zurück. Erste Kostproben haben die fünf Jungs aus Newcastle/ UK bereits am vergangenen Wochenende beim Rock am Ring bzw. Rock im Park hören lassen, jetzt gibt es das brandneue Werk „The National Health“ als schmackhafte Konservenkost, die im Gegensatz zum britischen Gesundheitswesen keineswegs kränkelt, auch wenn die Band nach der letzten Veröffentlichung lange an sich selbst gezweifelt hat und die Zukunft von MAXIMO PARK ungewiss war.

Im ersten Moment könnte man noch glauben, MAXIMO PARK hätten sich jetzt auf zarte Pianoklänge verlegt, doch tatsächlich ist der Opener „When I Was Wild“ nur ein kurzer Einspieler, der den Weg für den ungestümen Titeltrack „The National Health“ ebnet, mit dem Paul Smith und seine Mannen beweisen, dass sie im allerbesten Sinne immer noch die Alten sind. Mit dezent-unterkühlter Elektronik versetzt, schließt sich das abwechslungsreiche „Hips And Lips“ an, während „The Undercurrents“ fast schon hymnische Klänge zum Besten gibt und die Vorab-Single „Write This Down“ typisches MAXIMO-PARK-Dancefloor-Material feil bietet. Derweil verlegt sich „Recultant Love“ auf leisere Töne, bevor „Until The Earth Would Open“ wieder Gas gibt und den Hörer zum Tanzen schickt. Mit allerlei Pling-Pling und knackigen Gitarren, die auf coole Gesangslinien treffen, lockt auch „Banlieue“ auf die Indie-Tanzfläche, wo sich das eingängig-emotionale „This Is What Becomes of The Brokenhearted“ ebenso wohlfühlt. Mit „Wolf Among Men“ geht’s wenig später wieder in die Vollen und „Take Me Home“ ist ein weiterer britischer Indie-Song, wie man ihn von MAXIMO PARK erwartet: treibend und tanzbar. „Familiar Places“ präsentiert sich währenddessen ungewöhnlich reduziert, doch „Waves of Fear“ nimmt auf der Zielgeraden noch mal gekonnt Anlauf und gefällt mit verqueren Melodien und rasanten Hooklines.

„The National Health“ mag in den letzten Zügen liegen, wenn man den Titel auf Großbritanniens Sozial- und Krankenwesen bezieht. Hinsichtlich der neuen MAXIMO-PARK-Platte kann ich weder Ermüdungs- noch Abnutzungserscheinungen bei der Truppe erkennen, die seit Anfang des Jahrtausends wesentlichen Einfluss in der britischen Rockmusik hat. „The National Health“ macht einfach Spaß, ist vielschichtig geraten und dabei immer noch durch und durch MAXIMO PARK.

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