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MAXINE KAZIS - Die Evolution der Maxine Kazis

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Artist MAXINE KAZIS
Title Die Evolution der Maxine Kazis
Label UNIVERSAL
Leserbewertung
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5.5/10 (2 Bewertungen)

MAXINE KAZIS ist 27 Jahre alt und über Zwischenstationen in Basel, Hamburg und Mykonos in Berlin angekommen. Dort hat sie sich mit Peter Plate (ROSENSTOLZ) und dessen Crew zusammengetan und an den Songs ihres Debüts „Die Evolution der Maxine Kazis“ gearbeitet. Elektro-Pop mit deutschen und bisweilen sehr persönlichen Texten hat die Dame mit den brünetten Locken im Köcher und erzählt so zumindest in Teilen ihre eigene Geschichte.

Die beginnt im „Zug nach Berlin“, ehe es mit temperamentvollen Melodien heißt: „Hinfalln, Aufstehn, Weitertanzen“! Perfektionismus, Magersucht, Knochenbrüchen und der daraus resultierenden Abbruch der Tanzausbildung sind die wesentlichen Themen in dieser treibender Sprechgesang-Nummer, während das nachfolgende „Tanz für mich allein“ versöhnlicher daherkommt und „Du fehlst mir jetzt schon“ mit flirrender Elektronik übernimmt. Leise Töne schlägt derweil „Ruine“ mit filigranen Klavierakkorden und zartem Gesang an, während „Dreck“ eine mittelmäßige Mischung aus TIC TAC TOE und GROSSSTADTGEFLÜSTER sein könnte. Mit „U3“ kommt allmählich ein wenig Langeweile auf, weil mich Maxine mit ihren Geschichten irgendwie nicht erreicht. Das gilt auch für das fahrige „Ex“ und auch gesanglich kommt Fräulein Kazis beispielsweise mit „Espenlaub“ ziemlich schnell an ihre Grenzen. Wenn wie bei „Monoton“ dann mit männlicher Unterstützung gerappt wird, macht’s das nicht unbedingt interessanter, ein kleiner Hoffnungsschimmer ist „Abgrund“, wohingegen das finale „Wer wird uns sehn“ nicht wirklich zu fesseln weiß.

„Die Evolution der Maxine Kazis“ heißt der Erstling. Nur kann ich bei MAXINE KAZIS so recht keine Entwicklung erkennen. In den Texten stecken für meinen Geschmack zu viele Befindlichkeiten, die Musik ist ebenfalls keine wirkliche Entdeckung und der Gesang ganz nett, aber nicht aufregend. Mir fehlen schlicht die Gründe, die Platte erneut aufzulegen, aber bestimmt gibt es genügend Frauen, die auf diesen eher schlichten Seelen-Striptease stehen. Denen wünsche ich viel Spaß mit dem Silberling.

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