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MEAT LOAF - Live At Rockpalast (DVD)

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Artist MEAT LOAF
Title Live At Rockpalast (DVD)
Homepage MEAT LOAF
Label EAGLE ROCK
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Die Konzerte des „Rockpalasts“ kommen mittlerweile in einem regelmäßigen Rhythmus auf den Verkaufsmarkt und erfreuen den Fan mit einem Rückblick in die musikalische Historie. Dieser Silberling über MEAT LOAFs Auftritt im Juni 1978 erhebt den Anspruch, ein Kleinod für die Anhänger des „Fleischklösschens“ zu sein. Und die Tracklist liest sich auch recht beachtlich.

Den Opener geben die „Great Boleros Of Fire“, die insofern einen recht dynamischen Einstieg bieten. Direkt gefolgt von womöglich DEM Bandhit schlechthin – „Bat Out Of Hell“! Doch schon bei diesem Stück werden die Mankos dieser Veröffentlichung recht deutlich. Zum einen ist Frontmann und Mikroquäler MEAT LOAF persönlich nicht in der stimmlich besten Verfassung und zum anderen ist der Sound wohl einer der Schwächsten, den ich in der Rockpalastreihe bis dato hören durfte. Während das Schlagzeug mehr zischt als kracht und die synthetische Orgel auch recht kratzig klingt, sind die Backgroundsänger teilweise lauter als der Sänger selbst. Vor allem Karla DeVito übertönt (und das nicht nur in diesem Song) den Frontmann deutlich. Über die musikalische Darbietung an sich kann man jedoch nicht meckern. Als nächstes folgt übrigens „Hot Summer Night“. Mit Gehechel und viel Drama überzeugt dieses Stück den Zuschauer damals wie heute. MEAT LOAFs Grimmasen bei diesem Titel wirken jedoch unfreiwillig komisch. Dennoch sehr spaßig. Beim folgenden „All Revved Up With No Place To Go“ kommt der Sänger leider auch nicht an seine Glanzzeiten heran. Die Band jedoch kann mit wilden Soli und Improvisationen punkten und diesem Song zum Highlight dieser DVD machen. Später folgen noch „Johnny B. Goode“ oder auch „River Deep, Mountain High“ (zwei gute Cover-Versionen) und kurz vor Schluss „Two Out Of Three Ain’t Bad“. Damit hat die Band ihr damaliges Hitspektrum gut ausgeschöpft und spielerisch überzeugend an den Fan gebracht. Leider bleibt bis zum Schluss das Soundproblem bestehen. Die Drums vermissen Dynamik, die Gitarren verzerren teilweise schmerzhaft und MEAT LOAF scheitert an seiner eigenen Stimme.

Schade eigentlich. Diese DVD ist für mich kein Aushängeschild für die Band oder den Rockpalast. Im Gegensatz zu anderen Veröffentlichungen dieser Reihe (LYNYRD SKYNYRD zum Beispiel) fehlt es hier ganz klar an klanglicher und auch visueller Qualität. Daher ist dieser Silberling für Neueinsteiger nicht zu empfehlen – Fans, die eh alles haben wollen, machen aber auch hier keinen Fehler – denn es ist dennoch ein gutes Konzert… nur halt mit ein paar Schwächen.

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