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MEAT WAVE - Delusion Moon

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Artist MEAT WAVE
Title Delusion Moon
Homepage MEAT WAVE
Label SIDEONEDUMMY RECORDS
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MEAT WAVE ist seit 2011 die Band von Chris Sutter (Vocals und Gitarre), Joe Gac (Bass) und Drummer Ryan Wizniak. Das Power-Trio ist in Chicago zuhause und wer sich fragt, wie die Jungs auf so einen dämlichen Bandnamen gekommen sind, findet die Antwort in einer Überschrift der Satire-Nachrichtenseite „The Onion“. „Delusion Moon“ ist die zweite Langrille des flotten Dreiers, der sich einem Mix aus Noise, Power-Pop, Lo-Fi-Punk, Grunge und Garage verschrieben hat.

Zugleich ist der Silberling ein Konzeptalbum, bei dem es um die verschiedenen Mondphasen und die früher damit verbundenen Krankheiten geht. Außedem sollen die Songs den Wahnsinn der modernen Welt widerspiegeln. Welche musikalischen Auswüchse darf man daraus erwarten? Der titelgebende Opener „Delusion Moon“ schrammelt zunächst einmal in bester Lo-Fi-Punk-Manier drauflos, während das treibende „Network“ mit grummelnden Langäxten übernimmt und „Vacation“ angenehm lärmend weitermacht. Ein Höhepunkt der Platte ist zweifellos das sich anschließende „Sunlight“, das spannungsgeladen fesselt und mit allerlei Haken und Ösen ums Eck kommt. Ein weiteres Highlight ist ohne Frage das knackige „Reunion“, das quirlig nach vorn stolpert und abermals einen sehr prägnanten Bass ins Rennen schickt. Außerdem sei noch das geheimnisvolle „Witchcraft“ genannt, das erneut nicht an Überraschungen spart und vom noisigen Punk-Smasher „Sham King“ abgeklatscht wird. Auf der Zielgeraden sorgt schließlich das druckvolle „The Gay Contempt“ für ausgelassene Stimmung, nachdem zuvor „Sinkhole“ fiebrige Rhythmen offeriert und „I Was Wrong“ es hat krachen lassen.

Nein, MEAT WAVE sind wohl keine Freunde gepflegter Unterhaltung. Bei den Herrschaften aus Chicago rappelt es vielmehr ganz gewaltig im Karton. Verschnaufpausen gibt’s keine auf „Delusion Moon“, stattdessen gibt’s immer wieder Neues zu entdecken, schließlich ist die Nacht ja auch nicht nur zum Schlafen da: Hier und da darf auch mal der bleiche Mond angeheult werden – im High-Speed-Modus versteht sich!

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