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MEGADETH - Anthology – Set the world afire

Artist MEGADETH
Title Anthology – Set the world afire
Homepage MEGADETH
Label EMI
Leserbewertung

Dave Mustaine hat sein Flagschiff MEGADETH mit dem letzten Silberling „United Abominations” ja endlich wieder ordentlich auf Kurs gebracht – da darf es jetzt vermutlich aus Sicht der Plattenfirma sicherlich gern mal ein Best Of Album sein. Mal wieder müsste man allerdings sagen, liegt doch die Greatest Hits Scheibe „Back to the start“ gerade mal drei Jahre zurück und auch im Jahre 2000 erblickte mit „Capitol Punishment“ noch eine Best Of Compilation das Licht der Welt, nicht zu vergessen das üppige und nicht zu übertreffende „Warchest“-Boxset vor gerade mal einem Jahr. Da sind gewisse Überschneidungen natürlich vorprogrammiert, inhaltlich für sich betrachtet kann sich „Set the world afire“, bei der es sich – um Wiederholungen zu vermeiden? – diesmal um eine „Anthology“ handelt, aber durchaus sehen bzw. hören lassen, denn ganz im Sinne eines möglichst unfassenden Rückblicks hat man sich hier dem bisherigen künstlerischen Schaffen von Mega-Dave vom ersten bis zum achten Studioalbum „Risk“ angenommen und darüber hinaus sowohl die „Hidden Treasures“ EP und die beiden (damals) neuen Songs von „Capitol Punishment“ berücksichtigt.

Insgesamt 35 Stücke umfasst das Werk, wobei die überaus erfolgreiche „Countdown to extinction“ Phase mit sieben Liedern einen kleinen Schwerpunkt markiert. Ganz chronologisch sind die beiden CDs hier bestückt worden, so dass es zunächst jedoch mit Klassikern von „Killing is my business…“ (2x), „Peace sells…“ (3x), „So far, so good…so what?“ sowie „Rust in peace“ (beide 4x) losgeht. Diese Langrillen sind dermaßen essentiell, dass sie ohnehin jedem gestandenen Metal-Fan geläufig sein sollten. Auch dürfte wohl jeder schon Titel wie „Rattlehead“, „Wake up dead“, „In my darkest hour“ oder „Holy wars“ gehört haben und es erübrigt sich, hierzu noch viele
Worte zu verlieren. Wie bei jeder „Best Of“ gehört es sich, dem Käufer neben Altbewährtem zudem einige Spezialitäten aufzutischen. Dieser Versuch wird hier in der Folge unternommen mit „Crown of worms“, welches bislang nur als Bonustrack auf einem Re-Release von CTE verfügbar war, und mit einer unveröffentlichten „High speed dirt“ Demo-Version (ursprünglich vom gleichen Album). Ganz nett, aber natürlich alles andere als zwingend.

Auch CD 2 ist picke-packe voll und startet mit weiterem CTE-Material. Anschließend geht man über zur „Hidden Treasures“ EP, von der „Breakpoint“ und „Angry again“ (ebenso auf dem „Last Action Hero“ Soundtrack) stammen. Mit „Go to hell“ befindet sich ein weiterer Song hiervon bereits auf der ersten Hälfte der Anthology. „Youthanasia“ wird danach mit fünf Stücken ebenfalls recht ausführlich gewürdigt. Neben dem bekanntesten Material „Train of consequences“ und „A tout le monde“ erklingt dabei „Reckoning day“ in einer bisher nicht veröffentlichten ´97er Liveversion und auch „New world order“ wurde seinerzeit nur als Demo der remasterten Version von „Youthanasia“ beigefügt und gehört eigentlich auf den „Duke Nukem“ Soundtrack. Jeweils zwei Beiträge von „Cryptic writings“ und dem nicht sonderlich spektakulären „Risk“ sowie den beiden neuen Errungenschaften von „Capitol Punishment“ weiter, stehen schon das Finale mit dem Spezialitätenteller Teil 2 an. Diesmal im Angebot: „Symphony of destruction“ und „Peace sells“ als Liveaufnahmen aus dem Jahre 1992, die bislang nur die B-Seite zweier Singles zierten. Auch nicht wirklich schmackhafter als Teil 1…

Daher kann das Fazit eigentlich nur so lauten, dass „Set the world afire“ als eigenständige Best Of eine schöne Gesamtschau darstellt (auch wenn 2 CDs bei der Vielzahl an MEGADETH Hits immer noch nicht reichen), dem treuen Fan und Plattenkäufer, der eben diese Hits ohnehin im Schrank stehen haben wird, aber keinen vernünftigen Kauf- oder Sammelanreiz bietet. Interesse dürfen da schon eher all diejenigen anmelden, deren CD-Regale in dieser Hinsicht noch Fehlbestände aufweisen oder Metaller jüngeren Alters sind und z.B. erst durch „United Abominations“ Anhänger von Mustaines beeindruckender Gitarrenkunst geworden sind.

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